DER ZUG VOM ENDE
DER WELT
Der Bahnhof am Ende der Welt, wohin der Zug der Ferrocarril Austral Fueguino (FCAF) gelangt, befindet sich außerhalb der Stadt Ushuaia, 8 Km westlich in einem Tal zwischen dem Monte Susana und der Bergkette Le Martial, am Ufer des Flusses Río Pipo.
Auch gerne "Der Zug vom Ende der Welt" genannt, zieht der Zug nicht nur wegen seiner Eleganz und seinem Stil in seinen Bann, sondern auch aufgrund seines historischen Kontextes.
Mit Hilfe dieser Zuges wurden damals die Insassen des damaligen Gefängnisses von Ushuaia, einem Gebäude, das eng verbunden ist mit der Entwicklung der attraktiven und pittoresken südlichen Stadt, zu ihren lagern gebracht, wo sie Strafarbeiten erledigen mussten. Der Zug mit den engen Schienen wurde von einer Dampflokomotive gezogen und besitzt heute elegant dekorierte Waggons.
Heutzutage lässt ein Ausflug mit dem Zug vom Ende der Welt die Touristen ein wenig an der Geschichte Feuerlands, Ushuaias und der berühmten Gefängnisses teilhaben.
Unglaubliche Landschaften mit verschneiten Bergen, Flüssen, Seen, Wasserfällen und jungfräulichen Wäldern auf der Andenkette mache die Tour zu einem einmaligen Erlebnis. Dauer: etwas mehr als eine Stunde.
Man fährt von der Plaza Cívica in Ushuaia ab, wo sich auch die touristische Ablegestation befindet. Eine kurze im Bus über die Nationalroute N°3 bringt Sie zur Station am Ende der Welt, 8 Km westlich der Stadt gelegen.
Einmal an der Estación Centra (Zentralstation) angekommen, gibt es einen Nachbau des "Trencito de los presos" (Züglein der Gefangenen) zu besichtigen. Man begeht einen der Pfade, den die Gefangenen vor Jahrzehnten benutzten, um die Kommune mit Brennholz zu versorgen.
Außer der Fahrt vorbei an hundertjährigen Wäldern, Flüssen, Tälern und Mooren außergewöhnlicher Schönheit, hält der Zug am Wasserfall La Macarena, von dort aus wird entweder herabgestiegen zum indigenen Reservat (typisches Lager einer der vier Kommunen, die Feuerland vor Urzeiten bewohnten) oder aufgestiegen bis zur Quelle aus welcher der Wasserfall der Bergkette Le Martial entspringt.
Dem wellenförmigen Verlauf des Flusses Río Pipo folgend, setzt der Zug seine Fahrt durch weitere Sektoren auf den Spuren der damaligen täglichen Routine der Gefangenen fort, die fast ein halbes Jahrhundert unermüdlich Bäume fällten.
Nachdem wir das Moor, welches eine typische Bodenart Feuerlands darstellt, auf der sich eine Moosart namens Sphagnum entwickelt, umfahren haben, kommen wir an der "Estación del Parque" (Parkstation) an, wo man etwas an einer Art Bar auf Rädern trinken und die Toiletten aufsuchen kann. Diese speziellen Gefährte befinden sich dort nur an besonderen Tagen in der Hochsaison.
Auf der gesamten Fahrt wird der Besucher von einem zweisprachigen Führer (spanisch-englisch) begleitet, der die Geschichte vom "Gefangenenzug" detailliert erzählt.
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