Eigentümlich pittoresk mit ihren alten Holzhäusern mit Eisenbeschlägen und Spitzdächern, damit sich der Schnee nicht so hoch türmen kann, reflektiert die Stadt Ushuaia in ihrer Stadtansicht und architektonischen Besonderheiten eine starke Bindung mit ihrer Vergangenheit.
Mit einer von europäischen Seefahrern, Indiojägern, Goldsuchern und einem Gefängnis trauriger Berühmtheit gezeichneten Vergangenheit, bietet die Stadt dem Besucher heute verschiedene Arten, ihre Geschichte kennenzulernen. Ushuaia ist nicht nur eine kleine Stadt am Ende der Welt, oder eine einfache, vor den Winden geschützte Bucht, Ushuaia ist Natur und Abenteuer auf höchstem Niveau.
Die kapriziöse Topografie hat eine Stadt erschaffen, die Farben und Höhen, begleitet von der Silhouette der Anden, die sich am Firmament absetzen und dem Besucher eine berauschende Aussicht bieten mit einem natürlichen Tiefwasserhafen und wunderschönen, noch völlig unberührten Orten nur wenige Minuten vom Stadtzentrum entfernt.
Die Stadt bietet ein sehr gutes Hotel- und Gastronomieangebot, wo man die typische traditionelle centolla fueguina (Seespinne), den schwarzen Seehecht, Kabeljau und Brassen, exquisite Meeresfrüchte sowie das patagonische Lamm am Kreuz genießen kann.
Ihre Menschen, Ursprünge, Mystik und Natur werden durch den Tanz, die Malerei, Keramik, Handwerk, die Fotografie und das Theater entdeckt. Diese Aktivitäten werden in den Kulturzentren oder Veranstaltungsräumen dargeboten.
Im historischen Kern, in dem die ursprünglichen Straßen der Stadt noch erhalten sind, kann man viele Beispiele originaler Bauten, Denkmäler, Parks und Kirchen bewundern.
HERRSCHAFTSHÄUSER
Frühere Residenz der Familie Pastoriza
Antigua residencia de la familia Pastoriza
Gehörte der Familie von Saturnino Pastoriza, der von Vigo (Galizien, Spanien) nach Ushuaia kam, um in einer Sardinenfabrik zu arbeiten. Das Projekt scheiterte, aber die Familie Pastoriza blieb in der Stadt. Das Gebäude wurde im Jahre 1918 erbaut. Av. Maipú 91.
Frühere Residenz der Familie Peña
Antigua residencia de la familia Peña
Dieses pittoreske Haus, wie auch weitere, über die Stadt verstreute Häuser diesen Stils, wurde von Lisandro García im Jahre 1928 erbaut. Es handelt sich um eine kompakte Konstruktion mit auffälligem Dach. Besondern ein Teil, der aus der Mitte der Fassade herausragt und als Eingangsbereich dient, lenkt die Aufmerksamkeit auf sich.
Das Gebäude hatte eine wichtige Funktion in der Stadt: Es war einst das Friedensgericht und Zollamt.
Im Jahre 1955 erwarb es die Familie Peña. Av. Maipú 263.
Frühere Residenz der Familie Cortés (Restaurant Volver)
Antigua residencia de la familia Cortés (Restaurante Volver)
Wurde Anfang des XX. Jahrhunderts von Ramón Cortés erbaut. Dieser war der zweite Direktor des Gefängnisses und oberster Chef der Polizei Ushuaias. Verheiratet mit María Sánchez Caballero, der ersten Lehrerin der Stadt. Ab dem Jahre 1947, als das Gefängnis geschlossen wurde, wurde es zeitweilig von einigen Verurteilten besetzt. Auch wohnte in diesem Haus Doña Rafaela Ishton, eine der letzten Ona Frauen, bis zum Jahre 1985. 1990 öffnete dort ein bekanntes Restaurant mit dem Namen "Volver" (zurückkommen). Av. Maipú 37.
Frühere Residenz der Familie Blanco
Antigua residencia de la familia Blanco
Erbaut von ehemaligen Gefangenen für Señor Blanco, der derzeit der Buchhalter des Gefängnisses war, wurde das Haus zu Ehren seiner Tochter auf den Namen Villa Julieta getauft. Einst lag das Haus zwischen den Straßen calle Gobernador Deloqui und Juana Fadul. Seine Vorhalle, überdeckt von einem Runddach und dreieckigen Fenster in oberen Bereich, stellt einige wenig bekannte Details der feuerländischen Architektur zu Anfang des Jahrhunderts dar. Es wurde einige Male verkauft bis der Verband der Architekten Ushuaias (Consejo de Profesionales de Arquitectura de Ushuaia) es erwarb.
Frühere Residenz der Familie Leviñanco
Antigua residencia de la familia Leviñanco
Dieses alte Landhaus aus dem XX. Jahrhundert ist typisch für die feuerländische Archtektur. Sein vierseitiges Spitzdach mit weitausladenden Ausläufern fällt auf. Es befindet sich der Straße Gobernador Paz 56.
Frühere Residenz der Familie Calderón
Antigua residencia de la familia Calderón
Ein weiteres typisches Haus, bei dem die Dachluken im Dach auffallen und der Seitenbereich, der gegen die starken Südwind angebaut wurde. Gobernador Deloqui 402.
Frühere Residenz der Familie Fadul
Antigua residencia de la familia Fadul
Auffälliges Haus, erbaut von der Familie Fadul, libanesischer Abstammung, in der Stadt ansässig seit 1913. Das Haus mit rechteckigem Grundriss trägt ein zweischenkliges Spitzdach und an seiner Fassade befinden sich drei Eingänge: Die beiden Seiteneingänge, umrahmt von zwei Fenstern, die den Lichteinfall erhöhen, und der Haupteingang, verziert mit einem bow-window im ersten Stock. Juana Fadul 156.
Frühere Residenz der Familie Fique
Antigua residencia de la familia Fique
Don Luis Fique Senior kam im Jahre 1884 mit der Expedition des Comandante Laserre nach Feuerland. Auf diese Weise wurde er zum ersten Argentinier in Ushuaia. Die Familie Fique besaß ein Lager mit eigenem Anlegesteg, dem wichtigsten zur damaligen Zeit. Die Familie besaß ebenfalls Ländereien auf der Insel Ambarino (Chile) und in der Region des Flusses Olivia (Argentina), mit einem Sägewerk, das Konstruktionsmaterialien herstellte. San Martín y Belgrano.
Frühere Residenz der Familie Masciochi
Antigua residencia de la familia Masciochi
Erbaut im Jahre 1892 von einem Angestellten italienischen Ursprungs, Pedro Masciochi, der im ehemaligen Gefängnis von Ushuaia arbeitete und nach Feuerland gekommen war, um im Sägewerk von Puerto Brown zu arbeiten. Av. San Martín 857.
Frühere Residenz der Familie Otero
Antigua residencia de la familia Otero
Gehörte dem Spanier Don Perfecto Celso Otero, der im Jahre 1915 in die Stadt Buenos Aires kam. Sechs Jahre später reiste er nach Ushuaia, nachdem er María Lucilda Saldivia Torres geheiratet hatte. In dem aktuellen Residenz, die der Familie als Wohnsitz seit 1940 gehört, wurde zunächst eine Konservenfabrik für Muscheln eröffnet. Av. Maipú und calle Piedra Buena.
Austellungszentrum Casa Bebán
Dieses Gebäude wurde per Katalog in Schweden erworben und in den Jahren 1911 bis 1913 von Don Tomás Fortunato Bebán erbaut. Bis 1915 war es Sitz der der Bank der Nation. Im Jahre 1963 wurde es zum Wohnsitz der Familie Bebán, beim Ableben der ersten Eigentümer wurde es geschlossen. Danach beherbergte es es eine Klinik und seit 1976 das Hotel ''Las Goletas''. Später lief es Gefahr abgerissen zu werden, jedoch spendete die Familie das Haus der Regierung. Es wurde abgetragen und dann auf dem Boulevard ''Los Antiguos Pobladores'' neu aufgebaut, die Einweihung war am 4. November 1994. Heutzutage werden dort wichtige Veranstaltungen und kulturelle Ausstellungen abgehalten. Maipú und Plüschow.
Legislatura Provincial
Beeindruckendes Gebäude auf der Plaza Cívica. War der damalige offizielle Wohnsitz des Regierenden Pedro Godoy (1894), dritter Regierender von Feuerland. Im Jahre 1920 wurde es nach einem Feuer, welches den Wohnsitz komplett zerstörte, umgebaut und erweitert als Regierungssitz. Im Jahre 1976 zog die Regierung in das heutige Gebäude um, welches noch bis 1983 die Polizeidirektion beherbergte. Heute ist es der Sitz des Poder Legislativo Provincial und wurde 1983 zum historischen Denkmal erklärt. Av. Maipú 465
DENKMÄLER
Der galizische Kreuzfahrer
El Crucero Gallego
Werk aus unbehandeltem Granit aus Galizien,Spanien. Ungefähre Höhe von sechs Metern und einem Gewicht von ca. zwei Tonnen. Die Erschaffer gehörten der "Escuela de Canteiros de Pontevedra" (Stienmetzschule Pontevedra) an. Wurde der Stadt Ushuaia von den, dem "Centro Gallego" angehörigen Spanien gestiftet.
Denkmal für die englischen Missionare
(Monumento a los Misioneros Anglicanos)
Im Jahre 1869 war der Engländer Waite Stirling der erste Europäer, der bei den Ureinwohnern Feuerlands lebte und dort eine religiöse Mission eröffnete.
Das Denkmal erinnert an den Ort, an dem er sein erstes Haus mit seinen eigenen Händen errichtete.Bekannt als "Casa Stirling" oder auch "Casa de Hierro" (Metallhaus). Die Mission funktionierte bis zum Jahre 1907. Später begleiteten den englischen Bischoff Stirling die englischen Familien Bridges und später Lawrence, angekommen in den Jahren 1871 und 73, welche die ersten Besiedler nicht feuerländischen Ursprungs auf Feuerland darstellten.
Denkmal Islas Malvinas
In Richtung der Inselgruppe der Malvinen orientiert. Das Werk wurde am 2. April 1994 eingeweiht, zu Ehren der "Tages des Veteranen und der Gefallenen im Krieg der Malvinen" (1982), als sich die argentinische und die engliche Armee im Südatlantik bekriegten.
Es wurde zum nationalen historischen Denkmal erklärt und befindet sich in Av. Maipú und calle Patagonia.
PLÄTZE UND KIRCHEN
Plaza 25 de Mayo
In der Mitte befindet sich eine Skulptur namens "Ona al Acecho". Wenige Meter weiter hat man die sogenannte "Cápsula del Tiempo" (Zeitkapsel) installiert, welche aus einer Metallkapsel besteht, die sechs Laservideos mit den Kopien einer Fernsehserie aus dem jahr 1992 beinhaltet mit Nachrichten von Hunderten Argentiniern. An der Aussenwand befindet sich eine Inschrift, die besagt "Nicht öffnen bis zum 2. Oktober 2492". An der einen Seite befinden sich die Büsten von Augusto Laserre (Kommandant der División Expedicionaria zum Südatlantik der Argentinischen Armee); José de San Martín (General des Heeres der berittenen Grenadiere und argentinischer Patriot, Befreier Südamerikas); und Manuel Belgrano (General des Nordheeres, Mitglied der ersten Nationalen Regierung und Erfinder der Argentinischen Flagge). Av. Maipú und 25 de Mayo.
Plaza 12 de Octubre oder Plaza Cívica und Obelisco
Auf diesem Platz befindet der Obelisk zur Erinnerung an den historischen Ort, an dem zum ersten Mal der Pabellón Nacional Argentino auf Feuerland errichtet wurde. Die Expedition unter der Leitung von Comodoro Augusto Laserre, ausgehend von der Insel der Staaten, errichtet die Marine-Subpräfektur am 12. Oktober 1884 mit dem Ziel, die Unabhängigkeit Argentiniens in dieser Region zu verstärken. Dieses Ereignis gab dem Platz seinen Namen und das Datum wurde zum Jahrestag der Stadt. Av. Maipú und calle Laserre.
Paseo del Centenario
Die Hauptattraktion an diesem Boulevard ist das "Denkmal zum 100jährigen Bestehen der Stadt" ("Monumento al Centenario de la Ciudad"). Die Ähren, die an dem Denkmal zu sehen sind, stellen die Emigrantengruppen dar, die von den verschiedensten Orten und zu unterschiedlichen Zeitpunkten zu dieser südlichen Erde kamen, Die Quelle repräsentiert symbolisch die Flüsse Pipo und Ollivia. Der Ort ist umrandet von Grünflächen und Freizeitstätten. Punto Panorámico, San Martín y Gobernador Paz, Eintritt frei.
Bezirkssekretariat für Tourismus
(Secretaría Municipal de Turismo)
Dieses Gebäude mit seiner pintoresken Fassade aus Wellblech und dem vierseitigen Spitzdach, der Glasrosette aus Glasstückchen am Eingang zur natürlichen Beleuchtung erhält sich noch seine urspüngliche Bauart. Am Eingang fällt vor allem der kalte Eingangsbereich auf, ein weiteres Element der feuerländischen Architektur. San Martín 674.
Rathaus von Ushuaia
(Municipalidad de Ushuaia)
Auch bekannt als "Steinhaus- Casa de Piedra" aufgrund seines Mauerwerks aus diesem Material. Seine Fassade wurde modifiziert, jedoch stammt sein Ursprung aus dem Jahre 1903 durch eine Initiative von Don Victorio Llorente, Bürgermeister des Gefängnisses für Wiederholungstäter von Ushuaia zu dieser Zeit. San Martín 660.
Südzentrum für wissenschaftlcihe Forschungen
(Centro Austral de Investigaciones Científicas)
Dieses Forschungszentrum liegt am südwestlichen Ende der Bahia von Ushuaia. Es ist zwar nicht für den Publikumsverkehr geöffnet, jedoch kann jeder Forscher, der die südlichste Stadt der Welt besucht, einen Besuch vereinbaren unter den Telefonnummern: (0901) 422278 / 422310. In diesem wichtigen Zentrum wird das Klima, die Unterwasserwelt, die Geologie, Glaciologie (Gletscherkunde), die Hydrologie (Wasserkunde), sowie Flora und Fauna, Anthropologie und Archäologie der gesamten Insel Feuerlands und ihrer Umgebung untersucht.
Plaza Gendarmería Nacional - Denkmal für Martín Güemes
Auf diesem Platz auf der Avenida Maipú gefindet sich die Bronzebüste des Generals Martín Miguel de Güemes, bekannt als Wächter dieses Platzes und Schutzherr der Gendarmería Nacional Argentina. Mit einer Reihe Bögen wird die absteigende Reihenfolge vertikal und horizontal auf eine bestimmte Art zusammengesetzt, die bewirkt, dass der Blick sich genau auf den Markstein XXVI richtet. Die Perspektive wird abgeschlossen von der Nationalflagge, die sich auf einem Podest befindet.
Plazoleta Luis Fique
Auf diesem Platz kann man die Büste des Präfekten Luis Fique anschauen, aufgestellt am Anfang des Weges mit seinem Namen, der den tiefsten Teil der Bahia von Ushuaia überquert. Fique (1849-1923) war ein argentinischer Pionier und kam nach Ushuaia im Jahre 1884 mit der Expedition des Comodoro Augusto Laserre. Av. Maipú und Pasaje Luis Fique.
Alter Tempel von Ushuaia
(Antiguo Templo de Ushuaia)
Heiliggesprochen bereits am 24. Dezember 1898, wird jedoch erst im Jahre 1949 die neue Gemeinde eingeweiht. Von dort an wird der alte Tempel geschlossen und verfällt im Laufe der Zeit fast völlig bis man im Jahre 1997 mit dem Wiederaufbau beginnt, um ihn erneut am 24. Dezember 1998 zu eröffnen. Das Gebäude hat einen einfachen Körper mit spitzem Dach mit einem Kirchenschiff von ca. 7 x 18 Metern, die zu der Originalkonstruktion gehören, während sein 2,5 Meter hoher Glockenturm erst ein Jahrhundert später dazukam. Av. Maipú 830.
Kirche Nuestra Señora de la Merced
Ersetzte die alte Kirche in der Av. Maipú 900, welche die erste katholische Pfarrei war, von Salesianermissionären im Jahre 1898 gegründet. Erbaut in Holz und Blech, wurde sie zu ihrem 100. Jahrestag umgebaut und restauriert. Die neue Kirche wurde 1942 unter Beihilfe der gesamten Stadt sowie einer Spende der Familie Fique erbaut. 1949 begann die Turmuhr zu schlagen und der Tempel und das Pfarrhaus wurden eingeweiht. Der Tempel misst ca. 25 x 10 Meter bei einer maximalen Höhe von 11 Metern. Die Kirche besitzt ein Presbyterium, eine Apsis und einen Glockenturm. Av. San Martín und calle Don Bosco.