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MUSEEN


Die erste museumsartige Einrichtung in der Provinz Feuerland wurde mit dem Dekret 240 im Jahre 1965 vom derzeitigen Regierenden Francisco Bilbao erschaffen. Hierfür wurde das Gebäude an der Ecke der Straßen Deloqui und Gobernador Godoy für die Einrichtung und den Betrieb als Feuerlands Regionalmuseum "Museo Regional Fueguino"hergerichtet.

Vierzehn Jahre später, genau am 18. Mai 1979, gibt der Verein HANIS auf dieser Base dem Museum am Ende der Welt "Museo del Fin del Mundo" im neuen Gebäude an der Avenida Maipú Gestalt.

Die Eröffnung dieses Museums hat einen schwerwiegenden sozialen und kulturellen Inhalt, basierend auf dem Thema der Suche nach den Wurzeln, die die Vergangenheit darstellen, die Gegenwart beeinflussen und sich auf die Zukunft projizieren.

Auf diese Weise werden Objekte und Dokumente, die Teil der Geschichte der Provinz sind, geschützt und erhalten, sowie Forschungsprogramme zur Rettung historischer Gegebenheiten und der Geschichte der Bewohner der Region zu früheren Zeiten vorangetrieben. Ein lebendiges Museum mit Expeditionen und zunehmend mehr Forschungen.

Das Gebäude wurde im Jahre 1903 errichtet. Es war früher das Privathaus von Señor Manuel Fernández Valdés, welcher zur damaligen Zeiten Staatssekretär war und später selbst zum Regierenden wurde (1905-1017). Das Haus war eine der ersten Konstruktionen in Stein und wurde von den Häftlingen der bekannten Gefängnisses von Ushuaia erbaut.

1911 wurde es von der Argentinischen Nationalbank erworben. Die Filiale Ushuaia der bekannten Bank funktionierte dort von 1915 bis 1978. Danach wurde das Gebäude der Regierung überlassen und im Innenbereich umgebaut, um es am 18. Mai 1979 erneut als Museum zu eröffnen.

In den fünf Ausstellungsräumen werden Zeitzeugen der indigenen Kulturen, damaliger Schiffbrüche, der Wurzeln der Stadt und der Goldsucher in der Südgegend neben weiteren regionalen Themenbereichen ausgestellt. Des weiteren gibt es dort eine interessante Sammlung balsamierter ausgestopfter Vögel, in der fast alle verschiedenen Vogelarten der Region vertreten sind.

Adresse: Av. Maipú 177 (Übergang calle Rivadavia), Öffnungszeiten Mo bis Sa von 15:00 bis 19:00 Uhr.

MODELLMUSEUM DER YÁMANA-WELT
MUSEO DE MAQUETAS MUNDO YÁMANA


Ein spezieller Ort, um den Touristen zu erklären, wo und wie die Yámana lebten sowie einige Theorien, wie diese nach Feuerland kamen. Ausgehend von diesen Fragen versucht man, einige Fragen über das Leben des ausgestorbenen Ureinwohnerstammes zu klären. Besitzt exzellente Nachbildungen in Modellen im Maßstab 1:15 der Orte, die die Yámana bewohnten, weiterhin Informationen über andere Ureinwohner dieser Region wie die Selknam (Onas), Haus (Mánek'enk) und Alakalufes. Es wird empfohlen, den Saal zu besichtigen, der eine schematische Darstellung einer der meist verbreitetesten Theorien über die Bevölkerung dieser südlichen Region darstellt. Es befindet sich in der calle Rivadavia 56.

MUSEUM ACATUSHÚN

Befindet sich in der Estancia Harberton, 85 Km östlich von Ushuaia. Zeigt ca. 2.200 Arten der Unterwasserwelt und 2.000 Arten von Vögeln und Pinguinen. In der ersten Abteilung des Museums hebt sich die Sammlung vollständiger Skelette südlicher Vögel wie Kondoren, Kormorane, Arktische Pinguine, Enten und Möwen hervor. Auch wird eine große Zahl von Skeletten von Orkawalen, dem seltenen Hektordelfin (eines de sieben Exemplare, die auf der Welt ausgestellt werden) und der glatte Delfin, der keine Rückenflosse besitzt und einer der schnellsten Schwimmer ist.

EX-GEFÄNGNIS USHUAIA ODER GEFÄNGNIS FÜR WIEDERHOLUNGSTÄTER

Die Geschichte der Strafanstalten auf Feuerland beginnt gegen Ende des XIX. Jahrhunderts mit der Eröffnung des Militärgefängnisses. Dieses wurde auf den Inseln der Staaten, in San Juan de Salvamento, und später in Puerto Cook betrieben.

Zuerst war es ein gefängnis für Wiederholungstäter, die erste Gruppe Insassen kommt im Jahre 1896, jedoch später wurden auch Hochkriminelle mit lebenslangen oder sehr langen Haftstrafen dort eingesperrt, unter ihnen erinnert man sich an Sánchez Godino, auch genannt ''petiso orejudo'' (Zwerg mit Riesenohren), welcher im Museum eine eigene Zelle für seine Geschichte hat, wie auch der bekannte Anarchist Simón Radowitzky dort verewigt wurde.

Später, im Jahre 1902, wurde das Gefängnis aus humanen Gründen in die Stadt Ushuaia verlegt, nach Puerto Golondrina. Es war das erste Gebäude, das in Stein erbaut wurde nach der Technik des Ingeneurs Muratgia. Es wurde von den Gefangenen selbst errichtet, welche 18 Jahre dafür brauchten.

In den 380 Einzelzellen der fünf Häuser wurden zu Hochzeiten zwischen 600 und 800 Gefangene untergebracht. Alle Insassen wurden zu Zwangsarbeit verpflichtet. Dieses kam der Stadt sehr zugute bei der Enstehung von Straßen, Brücken, Telefon- und Elektrizitätsinstallationen wie auch bei der Kostruktion der südlichsten Zugverbindung der Welt, deren Schienen ebenfalls von ihnen zum Transport von Holz und zur Bewirtschaftung der Wälder verlegt wurden.

Zwischen dem Haus 1 oder auch "historischen Haus" und Haus 2 wurde die Küche gebaut, zwischen Haus 1 und Haus 5 die Bäckerei. Direkt vor der Bucht befand sich die Administration, die Werkstätten wurde in separaten Bauten untergebracht. 1943 errichtete man ein modernes Krankenhaus, welcher später zu einem Teil des "Hospital de la Base Naval" wurde und für lange Zeit die einzige sanitäre Anlage der Region war.

Die Haupthalle oder "mehrfacher Rundgang" wurde als Konferenzraum, Kino und Hörsaal bei Veranstaltungen genutzt.

Im Jahre 1911 unterzeichnete der Argentinische Präsident Roque Sáenz Peña ein Dekret, in welchem das Militärgefängnis mit dem Gefängnis für Wiederholungstäter von Ushuaia zusammenlegte. Das Gefängnis wurde 1947 geschlossen. Die Gebäude wurde dem Marineministerium überschrieben, welches dort 1950 den Marinestützpunkt einrichtete.

Heutzutage ist das Gebäude Sitz mehrerer Museen für Kriminologie und Schifffahrt in den südlichen Meeren. So befindet sich dort das "Museo Policial" (Polizeimuseum), das "Museo Antártico" (Antartikmuseum), das "Museo Marítimo" (Seefahrtsmuseum) und das "Museo Penitenciario y Cárceles del Mundo" (Gefängnismuseum und Gefängnisse der Welt).. Es werden täglich Führungen angeboten. Kontakt: (2901) 437481/436321. Der Komplex wurde zum Historischen Denkmal erklärt und befindet sich in Gobernador Paz und Yáganse.

SEEFAHRTS-MUSEUM

Liegt in den Häuserrn 3 und 4 des ehemaligen Gefängisses. In den Zellen werden mit dem gehörigen Respekt einige Berichte und Zeugnisse der letzten Insassen ausgestellt, ausserdem kann man die Geschichte Feuerlands aus der Sicht der Seefahrer und deren Schiffe kennenlernen, sowie diverse Videoaufnahmen über Seefahrts- und geografische Aspekte der Provinz anschauen.

Es gibt Sammlungen von Schiffsmodellen, Informationen und Dokumentationen über das Aufeiandertreffen mit den Eingeborenen und das Niederlassen der Menschen in dieser Region. Seit 1998 befindet sich in diesem Museum eine originalgetreue Abbildung in realer Größe des Leuchtturms am Ende der Welt, der die Seefahrer leitete und zum Symbol des Mysteriums wurde, welches einst um die Insel der Staaten rankte.

Die Schiffsmodelle, die sich im "Modellsaal" befinden, wurden für eine Chronologie des Schiffsbaus über fünf Jahrhunderte auserwählt. Das Museum befindet sich Yaganes und Gobernador Paz, Kontaktaufnahme unter der Nummer (2901) 437481/43.

Carraca "Trinidad"

Ein Schiff portugiesischen Ursprungs, eine Weiterentwicklung der Karavelle. Es gehörte Hernando de Magallanes (1480-1521). Diese portugiesische Seefahrer diente der spanischen Flagge und somit König Karl, dem V. Im Jahre1520 segelte er durch die Meerenge seines Namens auf der Suche nach einem Weg, der den Pazifischen Ozean mit dem Atlantik verbindet. Er war der erste Europäer, der dieses Land erblickte, welches er "Feuerland" nannte wegen der vielen Lagerfeuer der Eingeborenen. Die Südküste taufte er auf den Namen Patagonien wegen der Größe der Fußabdrücke der indigenen Bevölkerung. Zweifellos ist es die Ankunft der Entdecker, Piraten, Sammler, Wissbegieriger, Forscher und Wissenschaftler, Missionäre, Robben- und Walfänger, Goldsucher und Händler, die die eigene Mischung aus Illusionen, Suchenden und speziellen Charaktere der heutigen Bewohner Feuerlands ausmachen.

Bric Barca "Beagle"

Dieses Schiff beherbergte zwei englische Expeditionen, die erstmals die Region genauer untersuchten. Die Käpitäne waren die Briten William Parker King (1829) und Robert Fitz Roy (1831). Zu den wichtigsten Entdeckungen zählt der Kanal del Beagle. Bergantín (Brigg) "Espora".

Mit diesem Schiff kenterte der argentinische Segler Luis Piedrabuena im Jahre 1873 auf den Inseln des Staaten. Aus den resten baute er den Kutter "Luisito", mit welchem er seine Fahrt über die südlichen Meere fortsetzte, um die argentinische Unabhängigkeit in der Region einzuführen. Seine kommerzielle Aktivität machte ihn zum Besitzer del Inseln der Staaten, eines Geschäftes in San Gregorio und letztlich eines Kommerzzentrums in der Provinz Santa Cruz. Im Jahre 1884, einige Monate vor seiner Abreise nach Feuerland mit der Expeditionsdivision des Südatlantiks unter der Leitung von Comodoro Augusto Laserre, verstirbt er in Buenos Aires.

Corbeta (Korvette) "Uruguay"

War das erste offizielle argentinische Schiff für die Antarktis. Im Jahre 1904 konnte die schwedische Expedition mit Dr. Otto Nordenskjöld geborgen werden, an der auch der argentinische Leutnant José María Sobral teilgenommen hatte. Später wurde das Schiff für den Personalwechsel an den Marinestützpunkten und für hydrografische Studien in der argentinischen Antarktis genutzt. Dieses Schiff war sehr mit den Aktivitäten am Südpol verbunden, in wissenschaftlicher wie auch in touristischer Hinsicht, da die Stadt Ushuaia am dichtesten an der Antarktis liegt. Heutzutage liegt das Schiff im Hafenviertel Puerto Madero von Buenos Aires vor Anker.

Cañonera (Kanonenboot) "Paraná"

Teil der abgeordeten Expeditionsflotte in den südlichen Atlantik unter der Leitung des Kommandanten Augusto Laserre. Legte an der Bucht von Ushuaia im Jahre 1884 an. Dort trafen sie auf die englische Mission, angeführt durch Thomas Bridges. Am 12. Oktober diesen Jahres wurde offiziell die region Ushuaia gegründet und so wurde die Fahne der englischen Mission (weißes Kreuz auf rotem Grund) durch die argentinische Flagge (weiße und hellblaue Streifen) ersetzt. Fast augenblicklich wurde auf der Insel eine Abordnung (Subprefectura) Argentiniens errichtet, der Leuchtturm San Juan de Salvamento (bekannt als Leuchtturm am Ende der Welt), eine Militärkaserne und das erste Gefängnis (wurde später geschlossen).

Buque (Schlachtschiff) "1 de Mayo"

Wurde zum Transport der Argentinischen Armee genutzt. Auf ihm kam die erste Gruppe Gefangener im Jahre 1896, und mit den Jahren wurde es zur direkten Verbindung mit der Stadt Buenos Aires, da mit diesem Schiff die Post, die Zeitungen und die Nahrungsmittel nach Feuerland gelangten. Dieses geschichtsträchtige Schlachtschiff beschiffte die Antarktis, durchquerte den aufgewühlten Kanal des Drake im Jahre 1943, um schließlich an der Küste Buenos Aires zu landen.

Remolcador (Schlepper) Saint Christopher

Legte in Ushuaia im Jahre 1953 an, um bei der Bergung des luxuriösen deutschen Passagierschiffes Monte Cervantes, welches in der Nähe des Leuchtturm Les Eclaireurs am 22. Januar 1930 gestrandet war. Letztendlich konnte er weder helfen, noch die Bucht von Ushuaia wieder verlassen. So wurde er zu einem Teil der Umgebung und Geschichte Ushuaias.

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