Auf der rechten Seite liegt die Mapuche-Kommune Raquithue (Ort der Bandurria), das Gelände erstreckt sich vom Sektor Las Coloradas bis zum Fluss Raquithue. Die Kommune wird angeführt von der Familie Cañicul.
An den nördlichen und südlichen Extremen des Sees befindet sich ebenfalls eine Mapuche-Kommune namens Cañicul, die sich jedoch aus anderen Besiedlern der Region zusammensetzt, den Familien Paillalafquen, Antín, Figueroa, Barriga, etc.
Am Nordende des Sees Huechulafquen liegen zahlreiche freie Campingzonen, die extra ausgeschildert sind und gut organisiert sind mit Grillplätzen und Kiosken, wo man typischen kreolisches Essen erwerben kann. Außerdem gibt es drei Pensionen, die die ganze Angelsaison über geöffnet haben, eine davon bietet auch Restaurantservice.
Unzählige Schönheiten werden vom spiegelnden Wasser reflektiert, und natürlich immer wieder die beeindruckende Andenkette und der herausragende Vulkan Lanin.
Hafen Puerto Canoa
56 km von Junín de los Andes entfernt liegt der Hafen, von dem der Lehr- und Interpretationspfad "El Bosque" startet, der eine Wanderung von ca. 30 Minuten darstellt, bei der man verschiedene Entwicklungsstadien und Arten der Flora des Ortes bestaunen kann. In Puerto Canoa gibt eine weitere Campingmöglichkeit (Tagescamping).
Dort haben sich auch mehrere Mapuche-Kommunen niedergelassen.
Vom Anlegesteg des Hafens startet der Katamaran José Julián, der Ausflüge auf den Seen Huechulafquen und Epulafquen anbietet.
Von Puerto Canoa kann man auch Ausritte oder Trekkingtouren bis zum Fuß des Vulkans Lanin unternehmen.
See Paimún
Von Puerto Canoa 3 km weiter auf der Provinzroute N° 61, kann man den beeindruckenden See Paimún, in der sogenannten Zone "La Unión" gelegen, einer schmalen Enge ruhiger Wasser, die den See Huechulafquen mit dem See Paimún vereint. Letzter ist ein großer Wasserspiegel von 16 km Fläche, umrahmt von verschneiten Bergen und dichten Wäldern, in denen eine reichhaltige Tierwelt voller Rothirsche, Füchsen, Wildschweinen, Hasen, Nutrias, etc. zu finden ist.
Seien Nordufer sind flach, die Strände aus dunklem Vulkansand. Sehr gut für einen Strandaufenthalt, während die Ostenufer felsig und hoch sind.
Mapuche-Rundfahrt
Zuerst muss man sich nach Aluminé auf der Provinzroute Nº 23 gegeben, über die Brücke des Flusses Malleo. Nach dieser Kreuzung können wir zum Internationalen Pass Mamuil Malal fahren und von dort aus gelangen wir zur Mapuche-Kommune Painefilú. Diese Route führt am berühmten Fluss Malleo vorbei, der bekannt ist als exzellente Angelzone.
Bei den Mapuches gibt es Campingmöglichkeiten, es wird Kunsthandwerk, gebratene Torten, hausgemachtes Brot und Ziegenbraten angeboten sowie Ausritte und Angeltouren. Alles natürlich in einer unvergleichlich schönen wilden Umgebung. Ein weiter Punkt, um diese Schönheit noch zu übertreffen, ist der Zufluss des Flusses Malleo in den Fluss Aluminé,wo man hervorragend das Sportangeln betreiben kann, auf den Wassern fahren oder andere Mapuches der Zone kennen lernen kann.
Touristische Tour Vulkan Lanín - See Tromen - Internationaler Pass Mamuil Malal - Chile
Diese Tour führt durch den Nordwesten von Junín de los Andes, nach 22 km auf der Nationalroute Nº 234 und den Provinzrouten Nº 23 und 60 in Richtung Internationaler Pass. Auf dem Weg liegen die Zufahrten zu zwei Mapuche-Kommunen: Atreico und Chiquilihuín; erstere liegt bei 23 und die andere bei 40 Kilometern Entfernung von Junín de los Andes. Bei diesen Kommunen können Sie auf Siedler treffen, die hauptsächlich Kunsthandwerk in Wolle und Holz herstellen. Außerdem gibt es zu beiden Seiten der Provinzroute Nº 60 verschiedene Unterkünfte, unter diesen sind besonders für ihr touristischen Dienstleistungen zwei Pensionen zu erwähnen, die eine liegt am Ufer des Flusses Malleo und die andere an der Küste des Sees Tromen. Beide sind sehr beliebt unter Anglern.
See Tromen
Nach 45 km hinter Junín de los Andes kommt man zum Nationalpark Lanín, Region Tromen, Sektion Río Turbio, wo man auf einen geschützten dichten Wald aus Pehuenes oder araucarias araucanas (Schuppenfichten) trifft, in dem auch weitere Flora und Fauna der Region unter Naturschutz stehen, und weiterhin auf den See Tromen, der sehr weitläufig ist und über fünf Nebenarme verfügt: In Richtung Norden die Bucht von Añihueraqui, im Osten die Bucht von Huaca-Mamuil, in Richtung Süden die Bucht von Malleo und im Westen zwei Arme, die sich in Richtung Nordwesten orientieren.
Mit Ufer, die Fjorden gleichen, und Sandstränden vulkanischen Ursprungs besitzt dieser See den höchsten Wellengang aller Seen von Neuquen. Dicht beim See beginnt einer der Wege, der den einfachsten Aufstieg zum Lanin gewährleisten. Außerdem kommt man über den Pass von Tromen zur chilenischen Stadt Villarrica. Um das ganze Programm zu absolvieren kann man schon mehr als einen Tag benötigen, weshalb es ratsam ist, die Nacht entweder in Junin oder besser noch in einer der Pensionen in der Nähe des Sees zu verbringen.
Der See fließt in Südwesten in den Fluss Malleo. Seine Strände bestehen aus Vulkansand oder runden Flusskieseln, die Wasser sind transparent und leicht grünlich mit hohen Wellengang. Aber zweifellos bestimmt der Vulkan Lanin die Landschaft und lässt seine Besucher unvergleichliche Entdeckungen machen, wie erfahrene Bergsteiger zu berichten wissen.
An der Grenzregion angekommen, kann man die folgenden Aktivitäten unternehmen:
- Zelten in den dafür vorgesehenen Regionen.
- Trekking (Aussichtspunkt Tromen; zum Fuße des Vulkans, zu den Hütten, u.a.).
- Aufstiege zum Vulkan (mit der notwendigen Ausrüstung und der Erlaubnis des Parkwächters der Sektion).
- Sportangeln im See Tromen und im Fluss Malleo, oder einfach nur die spektakuläre Kulisse des Vulkans auf sich einwirken lassen. Gesamtstrecke, hin und zurück bis zum See Tromen: 136 km.
Touristische Tour See Curruhue
31 km von Junín de los Andes entfernt gelangt man zum See Curruhue Chico, und nur 5 km weiter zum See Curruhue Grande, wo sich auch ein Campingplatz befindet. Die Umgebung der beiden Seen ist dichter Wald mit den einheimischen Bäumen: ñire, roble (Eichen) , raulí, lenga und ciprés (Zypressen), unter anderem. Die Wasser des Seen sind transparent, grünlich und mit reduziertem Wellengang aufgrund der Winde aus Westen und Südwesten.
Dort kann man einen Jahrhundertealten Wald aus Araucarias (pehuén oder Schuppenfichten) bewundern, der sogar einige mehr als 3000 Jahre alte Exemplare zu bieten hat. Gesamtstrecke hin und zurück von Junín de los Andes: 90 km.
Weiter auf der Strecke kommt man nach 55 km hinter Junín und nordwestlich vom See Curruhue Grande zur Laguna Verde (Grüne Lagune), die sich durch ihre niedrigen Küsten und weitläufigen Sandstrände aus Vulkansand auszeichnet. Dort gibt es einen ländliche Campingplatz und unweit davon kann man eine Zone betrachten, dessen ungewöhnliche Felsformation ihr den Namen Escorial (Schlacken-Halde) eingebracht hat.
El Escorial: Es handelt sich hierbei um eine Lavaformation, hervorgerufen durch den Ausbruch des Vulkans Huilquihué, welcher in einem ehemaligen Gletschertal liegt. Die Lavaschicht ist abgeschürft an der Oberfläche und präsentiert drei verschiedene Etappen. Eine davon ist die Lava als glatte Schicht, eine weitere zeigt große Flächen zeigt lockere Brocken, die an ein gepflügtes Feld erinnern, und ein weiterer chaotischer Abschnitt zeigt die Lava als großen Block.
El Escorial erstreckt sich über eine Fläche von 5 km2 bei einer Länge von ca. 7,5 km und einer maximalen Breite von 2,5 km und einer minimalen Breite von 110 m.
Diese Formation endet im See Epulafquen, welcher, wie auch der See Paimún, in den See Huechulafquen abfließt. Auch der See Carilafquen schenkt seine Wasser diesem magischen versteckten See..
Gesamtstrecke von Junín de los Andes hin und zurück: 110 km.
Thermen von Epulafquen
Zu den Thermen von Lahuen oder Epulafquen gelangt man auf der Provinzroute Nº 62 nach 64 km, ausgehend von Junín de los Andes. Für diejenigen Besucher, die ein Thermalbad nehmen möchten, stehen einfache Installationen und Unterbringung in organisierten Campingplätzen zur Verfügung. Die Thermen liegen in einem kleinen seitlichen, ursprünglichen Gletschertal mit feuchtem und morastigem Grund, durch das Fluss Oconi, ein kleiner Nebenarm des Sees Carilafquen (Grüner See) und der kleine Bach der Thermen, der in den Fluss Oconi fließt, welcher weiter in Richtung Süd-Nord durch ein Moor geht.
Man hat bisher 22 hydrothermale Quellen auf eine Fläche von ca. 5 Hektar untersucht.
Die Abflüsse bilden runde Brunnen von ca. 2 Metern Durchmesser. Diese liegen in zwei Gruppen zu beiden Seiten des Flusses Oconi.
Internationaler Pass Carirriñe:
Unweit der Thermen, weiter auf der Route Nº 62, gelangt man zum Internationalen Pass Carirriñe (Grünes Schilfrohr), der nur im Sommer passiert werden kann. Die chilensichen Städte, die dem Pass am nächsten liegen, sind: Liquiñe, Coñaripe und Lican Ray.
Gesamtstrecke von Junín de los Andes hin und zurück: 132 km.
NOTWENDIGE AUSRÜSTUNG
* Mantel, Handschuhe und Stiefel
* Eisschuhe
* Eispickel
* Sonnenbrille
* Nahrungsmittel mit hohem Energiegehalt
* Reiseapotheke
* Taschenlampe
* Heizer
* Schlafsack
VERANSTALTUNGEN UND VOLKSFESTE IN JUNIN DE LOS ANDES
Die meistbesuchtesten Feste der Stadt von touristischem Interesse sind die "Woche des Kunsthandwerks der Ureinwohner" (La Semana de la Artesanía Aborigen), sowie das Provinzfest des Händlers (Fiesta Provincial del Puestero) und das Ländliche Fest (Fiesta Rural).
Dort wird Kunsthandwerk aus Holz, Strick- und Webwaren, handgemachte Musikinstrumente, die dort auch vorgeführt werden, im Rahmen eines großen Marktes feilgeboten.
Auch werden Musikveranstaltungen und andere Darbietungen in der Stadt vorgeführt.
Eine weiteres Volkfest, diesmal religiösen Ursprungs, ist die Heiligsprechung von Laura Vicuña (1891-1904), der die Bewohner eine große Verehrung darbieten.