PUERTO MADRYN
HALBINSEL VALDES
Es gibt auf der Welt nur wenige Plätze wie das natürliche Reservat der Halbinsel Valdés: es ist ein Mikrokosmos, der einem Paradies gleicht, ein Platz des Friedens, wo das Meer verschiedenen Spezien einen Lebensraum bietet und wo der Besucher die Illusion einer endlosen Zeit verspührt.
Die Halbinsel Valdés ist ein Reservat für Tiere, einzigartig in der Welt. Die Halbinsel ist ideal, um Wale, Pingüine, dunkle Delphine, Seeelefanten und Seelöwen, Vögel zu beobachten. Ausserdem sind hier Spezien wie Strauss, Pampashasen oder patagonische Hasen, Füchse, Stinktiere und Guanacos zu finden.
Die Halbinsel Valdés befindet sich im äussersten Osten Zentralpatagoniens. Es ist eine Insel, die mit dem Festland über einen schmalen Landstreifen mit einer Länge von 35 Kilometer, den sogenannten Istmo Ameghino, verbunden ist.
Sie befindet sich im Nordosten der Provinz Chubut, 77 Kilometer von Puerto Madryn entfernt (nur eine Autostunde).
Von seinem schmalsten Teil, ca. 7 Kilometer, kann man beide Golfe gleichzeitig betrachten, San José im Norden und den Neuen Golf im Süden.
Die Halbinsel nimmt eine Fläche von 3.625 km² ein, hat eine Länge von 63 Kilometer und eine Breite von 97 Kilometer. In einer besonderen Senke (42 Meter unter dem Meeresspiegel) befinden sich die beiden Senken, Salinas Chica von 12 km² und die Salinas Grande von 35 km².
Beide bilden die tiefste Senke Südamerikas.
Die Halbinsel Valdés verfügt nur über einen bewohnten Kern, Puerto Pirámides. Diese kleine touristische Stadt, die an der Küste des Neuen Golfes errichtet wurde, ist das Zentrum für Aktivitäten wie Walbeobachtung.
Die geschützte Zone des natürlichen Reservats der Halbinsel Valdés beginnt beim Istmo Carlos Ameghino. Dort befindet sich das Ökozentrum: ein offizieller Verband, welcher dem Sekretariat für Tourismus in Chubut unterstellt ist. Es widmet sich der Forschung der Ökosysteme des Meeres und der Küste und ist somit ein idealer Ort, um Informationen über die Flora und Fauna, Geschichte und Geographie der Umgebung zu erhalten.
Die vorherrschende Landschaft auf der Halbinsel Valdés ist die Meseta, welche 90% der Fläche umfasst; die restlichen 10% bilden Becken (Salinas) und Küsten mit Sandstränden, Steilküsten und Geröll.
Der Rest seiner Fläche besteht aus einem Mosiak von Reservaten und privaten Ländereien, da die Regierung der Provinz es sich zur Aufgabe gemacht hat, die patagonische Fauna zu schützen. Es wurde bestimmt, dass das Gebiet der Halbinsel in ein Reservat der Fauna verwandelt wird.
Die UNESCO hat die Halbinsel zum natürlichen Erbe der Menschheit ernannt.
BEOBACHTUNG DER FAUNA DES MEERES
Die Beobachtung der Meeresfauna ist die Hauptaktivität in Puerto Madryn und Umgebung.
Es gibt hier eine reichliche und vielfältige Meeresfauna, die man von der Küste oder von Schiffen aus beobachten kann.
In diesem natürlichem Reservat von über 360 000 Hektar gibt es kaum andere Bewohner als die riesigen Wale, Seelöwen und Elefanten, Pinguine, zahlreiche Vögel, Guanacos und noch andere Spezien der Tierwelt an Land.
Die kleine Fläche des Neuen Golfes und seine Landschaft bietet vielfache Möglichkeiten für Ausflüge am Wasser.
Es gibt verschiedene Angebote, um zwei der grössten Spektakel der Tierwelt kennenzulernen: die Kolonie der Magelanpinguine in Punta Tombo (von September bis März) und die Beobachtung der Wale bei der Halbinsel Valdés (von Juni bis Dezember). Ausserdem kann man Lagerstätten der Seeelefanten und Seelöwen besichtigen.
Es werden verschiedenste Ausflüge angeboten: in Katamaranen, Segelbooten, Booten oder Kayaks. All diese bieten den Touristen die Möglichkeit Vögel, Delphine und Seelöwen zu beobachten. Es gibt auch Ausflüge zu den gesunkenen Schiffen.
Reservate der Fauna
Istmo Carlos Ameghino.
Isla de los Pájaros.
Puerto Pirámides.
Punta Delgada.
Punta Cantor.
Punta Norte.
Spezien, die beobachtet werden können und günstiger Zeitraum für die Beobachtung:
Wale: von Juni bis Dezember. Wir empfehlen: August - September.
Schwertwale: das ganze Jahr über. Grösste Wahrscheinlichkeit in: März - April in Punta Norte; im September in der Caleta Valdés; im April bei der Halbinsel Valdés.
Delfine: Juli bis März.
Seelöwen: das ganze Jahr über. Fortpflanzungszeit: von Dezember bis April.
Seeelefanten: das ganze Jahr über. Wir empfehlen: September - Oktober. Während der Zeit von November bis April sind sie sehr zahlreich vertreten, aber ohne Aktivitäten. Von April bis August kann man vergnügte Gruppen beobachten.
Pinguine: von September bis März.
Seevögel: Frühling und Sommer.
Landvögel: das ganze Jahr über.
Guanacos: das ganze Jahr über.
Pampashasen: das ganze Jahr über. Wir empfehlen: von September bis Februar.
Grauer und roter Fuchs: das ganze Jahr über. Wir empfehlen: Sommer der südlichen Hemisphäre.
Gürteltiere: das ganze Jahr über
ANREISE UND WAS KANN MAN SEHEN
Man fährt von Puerto Madryn nach Norden, über die Provinzroute Nr. 1. Nach 17 Kilometer Fahrt zweigt man auf die Provinzroute Nr. 2 ab. Beide Routen sind asphaltiert.
Man fährt auf dieser Route Richtung Osten, um zur Halbinsel zu gelangen.
Ob im Bus, Flugzeug oder Auto, der Ausgangspunkt, um zu diesem natürlichen Reservat zu gelangen, ist Puerto Madryn. In dieser Stadt findet man jegliches Service, Hafen, Flughafen und Reisebüros.
Während der Saison der Wale (von Juni bis Dezember) lohnt es sich, über die alte Route nach Pirámides (Provinzroute Nr. 4, Schotterstrasse) zu fahren. Hier kann man die Gelegenheit nützen, um schon von der Küste aus, beim Strand el Doradillo, die ersten Wale zu beobachten. Es ist ein natürliches Fortpflanzungsgebiet dieser Tiere.
Zurück auf der Provinzroute Nr. 2, nach einer Fahrt von 77 Kilometer, muss man bei der Einfahrt zum Reservat, beim Kontrollpunkt El Desempeño, die Eintrittsgebühren bezahlen. Man kommt nun zum Istmo Carlos Ameghino, ein schmaler Lanstreifen, der die Halbinsel mit dem Festland verbindet.
Hier muss man nochmals anhalten und den Eintritt in das Reservat Faunistica Integral der Halbinsel Valdés zu bezahlen.
Der Zugang zur Halbinsel ist schon ein wunderschöner Anblick. Das Wasser plänkelt an beiden Seiten des Weges. Sowohl auf der rechten als auch auf der linken Seite kann man die Unendlichkeit des blauen patagonischen Meeres sehen.
Auf einer Seite befindet sich der Neue Golf und auf der anderen der Golf von San José. Wenn man das Fenster des Autos aufmacht, kann man das Geschrei und den Lärm der Vögel hören, die hier in der Nähe, auf der Isla de los Pájaros leben. Mit lautem Gezwitscher begrüssen sie die Besucher.
Hier gibt es ein ausgezeichnetes Service: das Forschungs- und Lehrzentrum F. Ameghino und das regionale Museum Fuerte San José, wo die Besucher sich ausreichend über die Geschichte, Flora und Fauna der Halbinsel informieren können. Sie erhalten auch Informationen über Plätze, die sie von hier aus besuchen können.
Fünf Kilometer von diesem Ort entfernt, fährt man über einen Schotterweg hinunter und erreicht die Isla de los Pájaros (am Golf von San José). Es ist eine wichtige Stätte der Seevögel. Dort gibt es auch ein kleines Lehrzentrum und Aussichtsplätze, um die Poplationen der Insel genau beobachten zu können.
Nach weiteren 25 Kilometern Fahrt erreicht man den Badeort Puerto Pirámides, von wo aus man Ausflüge auf das Meer zur Beobachtung der Fauna unternehmen kann.
Von diesem Ort aus kann man auch den Platz der Seelöwen von Punta Pírámides besuchen. Während der Säuge- und Fortpflanzungszeit (zwischen Dezember und März) kann man hier zahlreiche Seelöwen, sowohl an Land als auch im Meer, beobachten.
Von Puerto Pirámides kann man zur Caleta Valdés fahren, ein Sammelplatz für Seeelefanten oder zur Punta Norte, wo sich zahlreiche Seelöwen und Elefanten befinden. Man fährt ca. 75 Kilometer einen Schotterweg entlang.
Von Puerto Pirámides nach Punta Delgada fährt man an den Senken Salinas Grande y Chica vorbei, zwei wichtige Senken, welche sich 42 Meter unter dem Meeresspiegel befinden.
Bevor man diese Rundfahrt antritt, muss man sich an der Tankstelle von Puerto Pirámides mit ausreichend Treibstoff und Wasser versorgen.
Hier kann man eine der wenigen natürlichen Szenerien beobachten, die noch genauso erhalten ist, wie Charles Darwin sie vor 160 Jahren vorfand.
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