Die Manchen sind im Unterschied zu den Weibchen von dunkelbrauner Farbe. Sie besitzen eine Mähne, werden ca. 2,50 Meter gross und wiegen bis zu 350 Kilo. Die Jungen kommen Ende Dezember und in den ersten Jännertagen zur Welt. Sie sind schwarz und blöcken wie Schafe. Ihr Gewicht beträgt bei Geburt bis zu 13 Kilo.
Im Reservat erhält man eine Beratung über das richtige Verhalten bei der Beobachtung der Tiere, um das Leben in der Kolonie nicht zu stören. Gleichzeitig unterrichtet man den Besucher detailiert über das Verhalten der Seelöwen.
Um zum Reservat zu gelangen, muss man den Boulevard Almirante Brown in Richtung Südosten entlang fahren, bis zur nationalen Universität von Patagonien. Dort beginnt ein Schotterweg, der zum Beobachtungsplatz, La Lobería, führt. Die Entfernung zum Stadtkern von Puerto Madryn beträgt 14 Kilometer.
Im Reservat stösst man auf einen anderen Schotterweg, der zu einem Beobachtungsplatz führt, der sich auf einem Steilhang befindet. Von hier aus hat man einen wunderschönen Ausblick auf den Neuen Golf und den Lagerplatz der Seelöwen.
Es gibt hier sehr gut beschilderte Wege, die man entlang spazieren kann. Auf diesen Wegen wird auch die sehr vielfältige Vegetation Patagoniens beschrieben.
Auf einem der Wege wir die typische Flora der Region beschrieben.
Die vorherrschende Flora ist niedrig und buschig. Hier findet man sowohl Spezien der patagonischen Steppe, als auch des Waldes, wie: Jarillastaude, Gemsenbart, Algarrobillo, Alpataco, Piquillín, etc.
In den höher gelegenen Zonen gibt es Sträucher wie Quilimbay, Cola Piche, peruanischer Pfefferbaum, Lagunenstaude und Mamuel-Choique.
In Meeresnähe verändert sich die Vegetation vollständig. Hier herrschen jene Pflanzen vor, die den hohen Salzgehalt der Böden ertragen. Man findet Salpeterbüsche, Vidriera und Zampa.
Die typische Tierwelt, welche man in der patagonischen Steppe beobachten kann, besteht aus: Guanacos, Choiques, Pampashasen, Füchse, etc.
Die erhöhte Besucherzahl in diesem Gebiet efordert eine strengere Kontrolle und Bewachung durch die Parkwächter. Der unnötige Beobachtungsplatz für Seelöwen stell eine Störung im Lebensraum dieser Tiere dar.
So wie auch in anderen benachbarten Küstengebieten, gibt es hier Steilküsten, die zum Meer hin abfallen, und ausgedehnte steinige Strände.
Wenn man auf dem Rückweg nach Puerto Madryn über die natürlichen Wege fährt, welche die Küste entlang führen, entdeckt man Strände wie El Pozo, Paraná, Punta Este und Káiser.
Das Reservat von Punta Loma kann das ganze Jahr über besucht werden. Man muss nur die Zeiten der Flut und Ebbe beachten.
DAMM FLORENTINO AMEGHINO
Der Damm Florentino Ameghino ist der ideale Vorwand, um sich auf die steilen, abenteuerlichen Wege zu begeben.
Es handelt sich dabei um ein monumentales Ingenieurswerk, welches vom Ingenieur Antonio Pronsato 1943 geplant wurde.
Zwanzig Jahre später wurde dieses Werk gemeinsam mit einer hydroelektrischen Zentrale eingeweiht, welche die Kraft eines Wasserfalls von 56 Meter Höhe und mit einer Wassermenge von 150 Kubikmeter pro Sekunde, nützt.
Auf der rechten Seite des Staudamms befindet sich ein künstlich angelegter See von 7000 Ha. Das Wasser dieses Sees ist von grünlich blauer Farbe. Auf der linken Seite befindet sich ein kleines Tal.
Pico Truncado, Caleta Olivia, Comodoro Rivadavia und Valle Inferior des Flusses Chubut werden von hier aus mit Strom versorgt.
Etwas weiter vom Damm entfernt befindet sich ein netter Badeort mit Schatten unter den dicken Mauern. Wenn man zu Fuss hier entlang geht, kann man schöne Allen geniessen.
Die steinigen Klippen formen ein rötliches Tal, durch das der Fluss Chubut mehrere Kilometer fliesst. Künstlich angelegte Treppen, die sich mit natürlichen Stufen abwechseln, führen über eine felsige Wand hoch zu herrlichen Aussichtsplätzen.
Die Vegetation und die Farbe des Flusses schaffen an den Ufern eine wunderschöne Landschaft, wo man gut ausruhen kann und die Natur in all ihrer Pracht betrachten kann.
Der Ort verfügt über Feuerstellen, Zeltplätze, Proviantamt und andere Serviceleistungen. In der Sommersaison können hier verschiedene Abenteueraktivitäten (Rafting, Trekking, Fotosafari etc.) durchgeführt werden. Es können auch Forellen gefischt werden.
Um dorthin zu gelangen fährt man von Puerto Madryn 60 Kilometer in Richtung Süden auf der Provinzroute Nr. 3, danach biegt man nach rechts ab und nimmt die nationale Route Nr. 25 in Richtung Esquel.
Von hier bis zum Ort Las Chapas sind es 117 Kilometer. Wenn man in Las Chapas ankommt, biegt man nach rechts ab und fährt nochmals 12 Kilometer bis zum Damm Florentino Ameghino.
CERRO AVANZADO
Auf demselben Weg, der zum Damm Ameguino führt, gelangt man auch zum Strand Cerro Avanzado. Dieser Strand wird von sehr vielen Fischern besucht. Hier findet man auch eine grosse Anzahl an Seevögel, die am Ufer sitzen, um sich zu ernähren.
Sein Name ist sehr eng mit seiner Physiognomie verbunden: Wände mit millionenalter Formation, wo noch Fossilien von Austern und Meerestieren gefunden werden können.
Am Grund des Cerro Avanzado kann man bei genauer Betrachtung der Seitenwände und der Steilhänge eine bedeutende Anzahl am Fossilien von Meerestieren wie Miesmuscheln, Austern, Krebse, Schnecken. etc. finden.
In den höher gelegenen Bereichen befinden sich die sogenannten " Picaderos", Lagerstätten der indigenen Bevölkerung, die diese Region bewohnten. An diesen Stellen wurden Steine bearbeitet, um Pfeilspitzen, Messer und andere Instrumente herzustellen.
Zur Zeit werden diese Lagerstätten untersucht und erforscht. Es ist daher sehr wichtig nichts zu verändern und vor allem keine Fossile mitzunehmen.
Totz allem werden sehr viele Fossilien von Touristen weggenommen, die sich nicht darüber klar sind, welchen Schaden sie damit anrichten.
Die Seelöwen sind aufgrund ihrer Lebensräume an der Küste sehr empfindlich. Besonders in der Fortpflanzungszeit sind sie sehr verletzlich. Menschliches Eingreifen in ihren Lebensraum, Verschmutzung des Wassers und auch der Lärm der Motorboote stören das Verhalten der Tiere.
Vergessen Sie bitte nicht, dass Sie an diesen Stätten absolut nichts von kulturellem Wert mitnehmen dürfen. Ihr Eingreifen kann die Forschungsarbeit der Experten stören.
Bei der Rückfahrt nach Puerto Madryn kann man an verschiedenen Stränden am Golf stehenbleiben: Playa del Pozo, Playa Paraná, Punta Este und Playa Káiser. Diese Strecke ist auch sehr gut für Mountainbike geeignet.
ANDERE RESERVATE
Punta Delgada
Es ist eine Wachstation für Seeelefanten. Punta Delgada befindet sich im äussersten Süden der Halbinsel und ist das letzte Reservat, das besucht wird. Es gibt hier gastronomisches Service und Unterkunft.
Hier kann man sehr gut die Fauna der Region beobachten. Man muss dafür einen Guide engagieren. Der Zutritt ist allerdings für Agenturen und Touristen, die im Hotel übernachten, beschränkt. Der Park verfügt über keine Wächter der Fauna.
Der Ort bietet auch Service für Reitausflüge, kurze Wanderungen, Restaurants, Souvenirverkäufe und Ausflüge in Allradautos.
Wenn man ausschliesslich die Ruhe und die Schönheit dieser Zone geniessen will, kann man auch in einer der fünf Estancias übernachten, die es hier auf der Halbinsel gibt.
Der Rückweg führt über Punta Pirámides. Von dort aus nimmt man wieder die nationale Route Nr. 3, um nach Puerto Madryn zurückzukommen.