ATLANTISCHES FLORA IN PATAGONIA
Die patagonische Steppe erstreckt sich von der Gebirgskette der Anden bis zum atlantischen Ozean, im äussersten Süden Argentiniens. Diese weite Region präsentiert sich als eine Abfolge von Hochebenen und ebenen oder hügeligen Terrassen, die von niedrigen Büschen und Gräsern bedeckt werden.
Die Vegetation passt sich an die harten klimatischen Bedingungen mit starken Winden und längere Trockenzeiten an.
Die Gräser, wie das Pampasgras, wachsen im allgemeinen sehr niedrig und haben harte, kompakte Blätter. Ihr Schutz gegen Pflanzenfresser sind Dornen, Hacken und unangenehme, als Nahrungsmittel nicht geeignete Essenzen.
Da diese Region sehr weitläufig ist - sie umfasst ca. 750.000 km² - ist die Zusammensetzung der Sträucher in der Steppe sehr unterschiedlich.
In der Provinz von Chubut herrscht eine sehr niedrige Vegetation vor, die 65% des Bodens bedeckt; weiter im Süden, in der Provinz von Santa Cruz, gibt es eine offene Steppe, wo der Quilembai durch schwarze Sträucher ersetzt wird. Es sind Büsche, die ca. einen halben Meter hoch sind und dunkle Blättern haben.
Im Gebiet der Gebirgskette und in den höher gelegenen Regionen verwandelt sich die Buschsteppe in weite Weiden mit weissem Pampasgras.
Die Wassergebiete der Steppe beherbergen eine intensive Biodiversität. Die Schwemmländer oder Mallines charakterisieren sich durch ständiges Vorhandensein von Wasser, welches die Entwicklung eines dichten grünen Teppichs aus spanischem Rohr oder anderen niederen Kräutern erlaubt. Diese Gebiete haben eine besondere Fauna: hier gibt es Vögel wie Agachonas und Bekassine.
Bei den Sträuchern, die über Blumen und essbare Beeren verfügen, kann man besonders den Calafate (Berberis Buxifolia) erwähnen. Eine Legende besagt, dass derjenige, der es wagt diese köstlichen Beeren trotz ihrer langen Stacheln zu essen, der kehrt an diesen Ort zurück.
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