REITEN AN PUERTO MADRYN
Zu einer Reise nach Patagonien gehört auch das unbescheibliche Erlebnis auf dem Rücken eines Pferdes die herrliche Landschaft der Berge, die unendliche Weite der Hochebene oder die Dünen der Küste zu geniessen.
Die verschiedenen Regionen der Provinz Chubut bieten viele Alternativen mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden und natürlichen Szenerien.
Eine Möglichkeit ist, zum Beispiel, durch die Mesteta zu reiten. Hier gibt es fast 30 kilometerlange Strände, die sich abseits jeglicher Zivilisation befinden. Es ist ein idealer Ort, um wunderschöne Sonnenuntergänge zu geniessen.
Auch die Dauer der Reitausflüge ist sehr unterschiedlich. Sie können von ein paar Stunden bis zu einigen Tagen dauern. Bei allen Ausflügen wird darauf geachtet Plätze zu wählen, die nur mit dem Pferd zu erreichen sind.
Es gibt eigene Agenturen und Clubs, die Pferde vermieten und im Sommer verschiedene Touren mit spezialisierten Guides anbieten.
Ein Reitausflug bietet alles Notwendige, um diesen Tag geniessen zu können: den Genuss des Reitens, eine herrliche Landschaft, einen fabulosen Sonnenuntergang und am Ende des Ausfluges, ein Lagerfeuer, wo man den unvergleichlichen Geschmack eines patagonischen Lamms geniessen kann.
REITAUSFLÜGE IN
SAN MARTIN DE LOS ANDES
Wer hier herkommt, weil er die Natur ganz aus der Nähe kennen lernen will, der sollte einen Ausritt auf den unzähligen kleinen Wegen, die diese einzigartige Landschaft bereithält, unternehmen.
Es gibt verschiedene Routen: von kurzen (ideal für Familienausflüge) bis hin zu etwas ausgedehnteren. Im Reitbereich bietet sich hier eine Vielzahl an Möglichkeiten, es gibt zahlreiche Agenturen und Reiseführer, die sich speziell dieser Art von Exkursion widmen und Programme für die ganze Familie anbieten, von Anfängern bis hin zu Reitprofis.
Darüber hinaus besteht die Möglichkeit auf den vielen Wegen und Pfaden durch die Naturwälder zu reiten, Bäche und Flüsse zu überqueren und dabei die Pferde kennen und schätzen zu lernen, die Sie über einen Fluss tragen oder mit sicheren Schritten steile Berghänge entlang traben.
Reiten ist zweifellos eine der Aktivitäten, die es uns ermöglichen, in direkten Kontakt mit der Natur zu kommen.
Reittouren kann man für die ganze Familie organisieren, für Anfänger oder für Reitexperten. Sie bieten Ihnen die Möglichkeit, die zauberhafte Atmosphäre des Waldes in sich aufzunehmen, während Sie die engen Wege entlang reiten, Bäche überqueren und Wasserfälle entdecken.
Wir bieten Ausflüge, die zwei oder drei Stunden dauern, oder auch den ganzen Tagºº. Für die Wagemutigen gibt es eine zweitägige Tour, auf der Sie an den traumhaftesten Orten campen.
Einer der kürzeren Ausflüge ist der zur Laguna Rosales:
Die Lagune liegt im Norden von San Martín umgeben von Wäldern mit Roble Pellín und Radales. Der Besucher reitet durch Wasserstellen und offene Wälder (implantados en hermosos mallines ~in der schönen … Patagoniens) bis er zur Lagune kommt, die zum Naturschutzgebiet des Nationalparks Lanín gehört.
Man kann auch verschiedene Vogelarten beobachten und auf dem Rückweg den atemberaubenden Ausblick auf den Cordón Chapelco, den Cañadón de Los Rayos, den Cerro Casa de Piedra und den Piedra Trompul genießen.
Die Stille, die man wahrnimmt, sobald man den Wald betritt, wird nur vom Traben der Pferde und dem Rauschen des Flusses unterbrochen.
Der Matetee im Anschluss an den Ausflug ist eine gute Gelegenheit, um die Geschichte dieser Stadt kennen zu lernen, die Wiege der Pioniere Patagoniens.
AUSRITTE IN PATAGONIEN:
Pampa Los Radales
Das ist ein zweistündiger Ausflug, der über den Rio Culrani, durch den Wald, und über Bäche führt. Hier entdeckt man verschiedene einheimische Tierarten und die Naturschätze, die San Martín de los Andes bietet.
Laguna Rosales
Die Laguna Rosales liegt nordöstlich der Stadt. Ein dreistündiger Weg, auf dem man die offenen Wälder von Roble Pellín und Radales durchquert, wo es Wasserfälle zu entdecken gibt, führt uns bis zur Lagune, die zum Nationalpark Lanín gehört. Sie können Vögel beobachten, und auf dem Rückweg bietet sich Ihnen ein wunderschöner Blick auf den Cordón Chapelco, den Cañadón de Los Rayos, den Cerro Casa de Piedra und den Piedra Trompul.
Cerro Colorado
Der Cerro Colorado liegt nördlich von San Martín zwischen dem Lago Lácar und dem Lago Lolog. Für diese siebenstündige Route sollten Sie Erfahrung mitbringen, da sie durch Wälder, über kleine Trampelpfade und Wasserkanäle bis zu einer Höhe von 1.800 m führt.
Außerdem sei erwähnt, dass man auf den verschiedenen Routen Pferde mieten kann, z. B. in Quila Quilna, Lago Lolog, Hua Hum, Lago Hermoso und Huechulafquen.
Cerro Abanico
Fünf Kilometer außerhalb des Zentrums, auf dem Boden der Mapuche-Gemeinschaft Curruhuinca, kann man zum Cerro Abanico reiten, von dem aus sich einem ein wunderschöner Panoramablick auf San Martín de los Andes bietet, mit dem tiefen Lago Lácar und den beeindruckenden Cordón im Hintergrund.
Diese Tour wird von einem ehemaligen Lonco und einem Huinca "einem Weißen", geleitet, die uns von der Geschichte von San Martín de los Andes erzählen und von den Veränderungen, denen sich die Mapuche-Gemeinschaft im Laufe der Zeit stellen musste, um sich an die Entwicklung der Stadt anzupassen.
Wir sollten noch ein paar Worte auf die Qualität der Pferde verwenden, die Sie auf dieser Expedition begleiten werden. Sattel, Steigbügel, Zügel, Sattelunterlage und Satteldecke bieten Ihnen genügend Komfort und Sicherheit, um den Ausflug in vollen Zügen zu genießen. Die Pferde von "Lazos Patagónicos" sind zahm und an Touristen gewöhnt, die die Landschaft der Region bewundern wollen.
Anfangs geht es immer bergauf. Hier ist es wichtig, dass das Tier seinen Rhythmus findet und es durchgehend bergauf reitet, am besten recht zügig, damit das Pferd nicht bockt und auf der Hälfte des Weges stehen bleibt.
Der Aufstieg beginnt beim Berghang des Cerro Abanico und führt durch einen dichten Wald aus Roble ("Chilenische Eiche"), Raulí und Zypressen.
Der Tourguide wird Ihnen erklären, dass die Flechte, die sich auf den Bäumen ausbreitet, eine Pilzart ist, die im Volksmund "Bart des Alten" oder "Bart des Teufels" genannt wird. Sein Vorkommen ist ein untrügliches Zeichen für die reine Luft ist, die es hier gibt, denn der Pilz entwickelt sich nur an Orten, die nicht verschmutzt sind. Atmen Sie tief ein uns füllen Sie Ihre Lungen mit dieser hochwertigen Luft!
Ein bisschen später zeigt Ihnen der Guide die "Löwenhöhle". Sie werden erfahren, dass im Winter die Pumas hierher herabsteigen, um den kalten Berghängen zu entkommen und Gehegetiere zu erlegen. Die Nächte verbringen sie in dieser Höhle, hier schützen sie auch ihre frischgeborenen Jungen.
Die Tour geht weiter. Wir sind auf 750 Meter über dem Meeresspiegel und je länger wir reiten, desto stärker schnauben die Tiere, die durch die Anstrengung schon müde und kraftlos geworden sind. In wenigen Minuten erreichen wir einen Aussichtspunkt mit einem unvergesslichen Blick auf die ganze Region.
Der Panoramablick ist einzigartig. Die Stille und die friedvolle Atmosphäre reichen aus, um zu wissen, dass sich die Reittour ausgezahlt hat. Nach einigen Minuten der Rast und geht's weiter und wir kommen zu einem riesigen Wasserfall, der "Cascada".
Hier steigen wir von den Pferden ab, um eine kleine, einfache Trekkingtour bis zum Ursprung des Wasserfalls zu unternehmen. Auf dem Weg hört man das Getöse des Wassers, das gegen die Felsen prallt.
Nachdem Sie diese beeindruckenden Momente mit der Kamera festgehalten haben, kehren wir zu den Pferden zurück. Hier werden Sie schon mit köstlichen Tortas Fritas und Matetee erwartet.
Nach dieser Stärkung treten wir den Rückweg an und lassen noch einmal all das Revue passieren, was wir heute erlebt haben.
Dauer: 3 Stunden
Vom Pichi Curruhe zum Lanín-Vulkan
Tag 1: Von Ihrer Unterkunft in San Martín de los Andes geht's zum
Büro der Nationalparkwächter in Lago Pichi Curruhe, auf unserem
Lagerplatz gibt es kreolischen Braten, die Ausrüstung wird verstaut
und die Pferde werden verteilt. Nach dem Mittagessen reiten wir
bis in die Schutzhütte im Valle de Veranadas, ein typischer Unterschlupf
für Jäger und Veranadores (Viehhirten während des Sommers). Hier
gibt es eine kleine Stärkung und wir schlagen unsere Zelte auf.
Diejenigen, die die Sterne sehen und ohne Zelt unter freiem Himmel
schlafen wollen, können das tun. Wir erkunden die Umgebung des Platzes
zu Fuß oder mit dem Pferd, Lagerfeuer, Abendessen.
Tag 2: Am nächsten Tag nach dem Frühstück reiten wir auf einem privaten Landgut nach Huechulafquen, hier geht der Wald in eine Steppenlandschaft über. Wir halten in El Contra, einer großen Siedlung von Mapuche-Gemeinschaften, wo wir mit den Bewohnern in Kontakt kommen und verschiedene kunsthandwerkliche Produkte und Spezialitäten (Süßigkeiten, Strickwaren, Holzwaren, …) kaufen können. Wir verbringen die Nacht in der Siedlung Martín Barriga am Ufer des Huechulafquen-Sees. Schon seit 85 Jahren leben ihre Bewohner hier, in der Nähe vereinigt sich der Lago Huechulafquen mit dem Lago Epulafquen, gegenüber dem Lanín-Vulkan am Fuße des Cerro Los Angeles.
Tag 3: Am Ufer des Lago Huechulafquen reiten wir weiter den Cerro Los Angeles in Richtung Lago Epulafquen entlang und können die Südseite des Vulkans mit seinen Gletschern bewundern. Dort besuchen wir das Büro der Nationalparkwächter, das nur sehr schwer erreichbar ist. Mittagessen am Pier. Diejenigen, die Lust haben, können einen Sprung ist Wasser wagen. Von dort geht's weiter bis zur Schlackenhalde des Huanquihua-Vulkans, das Ergebnis der Eruption vor ca. 5.500 Millionen Jahren. Hier können Sie spazieren gehen oder ein Thermalbad nehmen. Die Pferde werden von sachkundigen Gauchos 8 km weit auf der Ruta Prov. 62 bis zu den Thermen geführt, wo sie uns bereits erwarten. Aufbau der Zelte, Lagerfeuer, Schlafen.
Tag 4: Wir verlassen die Thermen auf der Ruta Prov. 62, reiten bis zum internationalen Grenzübergang zu Chile. Nach ungefähr 8 km kommen wir wieder zu einem Waldweg. Wir befinden uns hier noch näher an der Grenze zu Chile. Wir durchqueren einen üppigen Urwald aus Valdivien und sehen schon die Westseite des Lanín-Vulkans, der wir uns nähern, bis wir zum Lago Paimún kommen, von dem aus wir einen unbeschreiblichen Blick auf den Vulkan haben. Hier essen wir zu Mittag und reiten anschließend weiter am See. Hier wurde vor 80 Jahren Holz geschlagen. Am Abend kommen wir zum Haus der Familie Aila, wo wir unsere Zelte aufschlagen und den besten Blick auf den Vulkan genießen können. Abendessen, Lagerfeuer.
Tag 5: Der Tag beginnt am Ufer des Lago Paimún, wo wir der Sonne zusehen können, wie sie nach und nach den majestätischen Lanín-Vulkan erleuchtet. Nach dem Frühstück reiten wir durch einige Täler in der Nähe des Cerro Cántala nach Puerto Canoa, wo Paimún und Huechulafquen zusammenfließen. Hier, nicht mehr als 4.000 m vom Fuße des Vulkans entfernt, essen wir zu Mittag und überqueren danach auf einem Floß den Engpass, der sie beiden Seen verbindet. Die Pferde schwimmen. Hier erwartet uns schon ein Fahrzeug unserer Firma, um uns zurück nach San Martín de los Andes zu bringen.
REITEN AUF FEUERLAND
Reitausflüge in Ushuaia erlauben dem Besucher paradiesische und unvergessliche Orte zu entdecken. Während der Tour wird eine spektakuläre Bergschlucht durchquert, die übergeht in einen hellen Pfad übergeht, der sich nach vorherigem Durchwaten eines weitläufigen Moors in einen Wald schlängelt.
Es werden verschiedene Ausflüge unterschiedlicher Dauer angeboten. Man kann alleine ausreiten, einen vorgegebenen Weg einschlagen oder sich einem Ausflug anschließen, der den Besucher dank der Leitung eines ortskundigen Führer an schwierig oder fast unerreichbare Orte führt.
So beginnt beispielsweise im haras Matilde, 10km westlich der Stadt, der Ausflug in die Berge. Man reitet am Fuß des Berges Alfa/Beta und des Cañon de la Oveja entlang, um dann die dichten Wälder zu durchqueren, die Anfang des Jahrhunderts von Sträflingen gefällt wurden. Nach dem Durchqueren von Feldern reitet man auf schmalen Wege, umrandet von jungen Wäldern zurück zum Stall. Dieser Ausflug dauert drei Stunden.
Ein weiterer Ausflug ist der Faldeo al Monte Susana.Ausgangspunkt ist das Reitzentrum "Fin del Mundo" und man reitet durch Wälder auf schmalen Wegen nahebei des Nationalparks Feuerland bis zur Küste des Kanals del Beagle zu gelangen, von dort geht es wieder zurück. Dieser Ausflug dauert zwei Stunden und ist für jedermann geeignet.
Zweifellos ist die größte Attraktion bei dieser Sportart zur Halbinsel Mitre zu gelangen, ein ursprünglicher Ort, an dem man Reste von Schiffbrüchen sehen kann, die uns in die Vergangenheit von Feuerland transportieren.
Die Ausrüstungen werden auf der Nationalroute N°3 bis zur Estancia María Luisa, 150 km von Ushuaia entfernt, gebracht. Hier beginnt der Ausflug, der bis zur Bucht Thetis auf der Halbinsel Mitre geht. Von dort geht es wieder zurück. Die Reise dauert zwischen 8 und 10 Tagen, aufgrund der anspruchvollen Aktivität ist eine ausreichende Reiterfahrung notwendig.