Eine konstante Zickzack-Fahrt, die Berge entspringen dort, direkt am Ufer, und die Vegetation wuchert, umarmt Felsen und steigt in die Höhe in wenigen Metern bis exakt zum dem Punkt, an dem die weiße Decke jede Vegetation erstarren lässt. Die Schnelligkeit der Abfahrten ist ein unbeschreibliches Gefühl, und wer sie einmal probiert hat, möchte immer weitermachen.
Die Kraft des Wassers variiert wie seine Umgebung. Die Felswände gewinnen an viele Stellen gegen das Grün der Vegetation. Die Stromschnellen kommen und gehen und das Team erreicht eine Synchronisation, die es ihm erlaubt, sich zu vergnügen (und sich dabei nass zu machen) und den Versuch zu unternehmen, das Gummiboot zu steuern, was meist später ein Motiv für viele lustige Anekdoten ist
Und hierfür ist nur Abenteuerlust, ein Netz, Turnschuhe und Wechselkleidung notwendig. Wieder im Grenzort Pirehueico angekommen (vergessen Sie Ihre Dokumente nicht) erwartet Sie ein Pisco-Schnaps und ein Wagen, der Sie zurück nach San Martín de los Andes bringt.
Dauer: 3 Stunden
Attraktion: Abfahrt auf dem Fluss durch eine einmalige Landschaft, Überqueren der Grenze nach Chile.
Saison: Sommer
Gesamtdauer der Tour: 6 Stunden
Rafting im Fluss Aluminé
Das Rafting im Fluss Aluminé ist zu einer der gefragtesten Aktivität der Touristen in dieser Umgebung geworden. In den letzten Jahren ist die Nachfrage beachtlich gestiegen, allein in der vergangenen Saison erlebten mehr als 2.500 Personen dieses unvergessliche Erlebnis. Im Vorjahr hingegen waren es nur 1000 Personen.
Die Aktivität beginnt im Frühjahr auf den turbulenten Wassern des Flusses Aluminé und endet nach dem Sommer wenn die Wasserstärke nachlässt und das Befahren des Flusses unmöglich macht.
Die Abfahrten starten an zwei gut definierten Stellen: Eine Tour geht los von Abra Ancha, 6 Kilometer entfernt von der Ortschaft, eine weitere startet im oberen Teil, nahe des Sees. Für Experten ist diese zweite Tour eine der besten in ganz Argentinien, nicht nur wegen der schwierigen Technik und der vertrackten Windungen, sondern auch wegen der typischen natürlichen Bergumgebung.
Die Tour Abra Ancha ist für jedes Alter geeignet, da sie nicht so komplex ist. Für die Tour vom oberen Aluminé hingegen benötigt man schon einige Erfahrung in diesem Abenteuersport, da man mit dem Ruderteam zusammenarbeiten muss, um die auftretenden Schwierigkeiten zu meistern.
Für die Flussabfahrt in Booten gibt es zwei Alternativen. Bei der ersten arbeitet nur der Rafting-Führer, was normalerweise bei den leichten Touren der Fall ist.
Bei der zweiten Option ist schon mehr Mitarbeit gefragt, da die Teilnehmer mit dem Führer mitrudern müssen.
Es gibt Gummiboote für sechs und für zwölf Personen, wobei die nötige Sicherheitsausrüstung vorher ausgegeben wird.
Der Fluss Aluminé wird von Raftingexperten als einer der besten des Landes angesehen, da er eine große Wassermenge mit sich führt und einige schwierige Windungen hat, welche die Hauptattraktion für die Fanatiker dieser Sportart darstellen.
Aluminé liegt nur wenige Kilometer von Junín de los Andes (Kaum 100 km) und 140 km von San Martín entfernt. Die Ortschaft Aluminé hat sich noch den Charme der kleinen Bergdörfer bewahrt und ist umrahmt von der Bergkette, Wäldern und Steinbrüchen. Die Einwohner haben die Freundlichkeit dort zum Kult erhoben. In dieses Dorf ist weder der Krach, noch das Chaos und die Luftverschmutzung des sogenannten Fortschritts vorgedrungen.
Direkt vor den Toren des Ortes fließt der Fluss desselben Namens: Aluminé. Er ist einer der wasserreichsten der ganzen Provinz und wird durch die Flüsse Quillén, Pilo-Lil und Nahuel Mapi, unter anderen, ernährt bis er zum Collón Cura gelangt, wo sich all die Schönheit zum Betören der Besucher versammelt zu haben scheint. Sanfte Berge mit den beeindruckenden Anden im Hintergrund, Seen und Flüsse, die zum Angeln einladen in einem angenehmen Mikroklima summieren sich zum idealen Ort selbst für den anspruchsvollsten Touristen.
Und an den Ufern des Flusses gibt uns der Führer eine kurze Information über die Anweisungen während der Abfahrt, wie zum Beispiel: Die rechten nach hinten, nach vorne, alle zusammen, links nach vorne oder gut festhalten. Kaum sitzen wir im Gummiboot und befinden uns auf dem Fluss, beginnt das Auf und Ab zwischen den Wellen, als ob uns der Fluss klarmachen wolle, wer hier der Chef ist. Die Kraft des Wassers lässt uns die Paddel nur bei Richtungskorrektionen benutzen. Auch werden wir nochmals auf die Wichtigkeit der Sicherheitselemente wie Helm, Schwimmweste, Gurte und letztendlich die trockene Wechselkleidung hingewiesen.
Die Stromschnellen nehmen wir mehr beeindruckt als ängstlich, wir weichen großen Felsen und aus dem sprudelnden Wasser ragenden Steinen aus. Unweigerlich kommt nach jeder Stromschnelle wieder ruhiges Wasser, die es uns ermöglichen, die Tiefen des Flusses zu bewundern.
Nach der Abfahrt suchen wir erst einmal einen kühlen Schattenplatz unter den vielen Trauerweiden, die dort stehen. Dann gibt es ein großes Bankett.
Der Fahrer, der uns diesmal nach Junín de los Andes zurückbringt, wird vielleicht die seltsame Freunde auf unseren müden Gesichtern nicht ganz verstehen.
Die Bilder erschlagen uns. Die Landschaften fliegen vorbei wie ein frenetischer Videoclip und noch einmal durchleben wir die Reise im Kopf.
Dauer: 3 Stunden
Attraktionen: Abfahrt auf dem Fluss durch eine typische Übergangslandschaft zwischen dem andin-patagonischen Wald und der patagonischen Steppe.
Saison: Sommer
Gesamtdauer: ein ganzer Tag
Fahrt auf dem See Lácar
Startet vom Hafen von Hua Hum, nur Schritte von der Grenze zu Chile entfernt. Das Boot (für 12 Passagiere) hat den Vorteil, auch an vom Ufer fast unzugänglichen Stränden anlegen zu können. Später legt das Boot an der Insel Teresita an, wo sich eine wunderschöne und alte Holzkapelle befindet.
Der Strand Playa Catritre, der Berg cerro Abanico, die Halbinsel Quila Quina, Yuco, die Insel Santa Teresita, die Höhlen im Berg Vizcacha, Ruca Ñire, Pucará, die Seeenge zwischen den Seen Lácar und Nonthué sind die Ziele, die nur die Passagiere des Súper Gomón (Super-Gummiboots) kennen lernen.
Die Rückfahrt ist für 19 Uhr vorgesehen, aber oftmals wird diese auf Wunsch der Passagiere verschoben, denn manchmal möchte man einfach an einem Strand halten und sich eine Weile von Mutter Natur verwöhnen lassen.