NATIONALPARK LOS GLACIARES
FAUNA UND FLORA
Zu den Bergen und Gletschern kommen als weitere Attraktivität die subantarktischen Wälder, in denen die Lenga und Guindo-Bäume dominieren, sowie viele Sträucher wie der Notro oder Ciruelillo und der Calafate, die auffällige und farbenfrohe Blüten hervorbringen.
In den Wäldern lebt der Huemul, der im Winter zu den Hochtälern auf der Suche nach Unterschlupf und Nahrung kommt.
Unter den Mitgliedern der Vogelwelt ragt der carpintero negro patagónico (patagonischer schwarzer Specht), die cotorra austral, der picaflor de corona granate, der choique und der Kondor.
Unter den Wasservögel findet man vielfältige Vogelarten wie den cisne cuello negro (Schwarzhalsschwan) und Entenarten wie den zambullidor grande und den Pato de los torrentes.
In Richtung Osten, an den Andenausläufern, endet die patagonsiceh Hochebene und der Wald weicht langsam der Steppe. Hier leben die Guanacos, Graufüchse und zorrinos patagónicos. Unter den Vögeln sticht der große Renner der Zone hervor: das ñandú petiso.
DIE PRÄHISTORIE IM PARK
Vor 3.000 Jahren war die Region um den See Argentino von Jägern und Sammlern besiedelt. Sie besaßen eine besondere Behändigkeit und Fähigkeit, die Steppen- und Waldregionen auszunutzen und bewegten in unterschiedlichen Höhen zwischen 200 bis zu 1.100 Metern über dem Meeresspiegel.
Die Wirtschaft, hauptsächlich auf die Ausbeutung des Guanaco konzentriert, stützte sich auf die Ausnutzung verschiedener Regionen zu den unterschiedlichen Jahreszeiten.
Bei der Erforschung der archäologischen Stätten fand man außerdem Materialien aus dem pazifischen Ozean, was entweder auf einen direkten Zugang zum Ozean schließen lässt, oder auf ein ausgebautes Kommunikationsnetz.
ZUSÄTZLICHE INFORMATION
Die Hauptverwaltung des Nationalparks befindet sich in El Calafate. Sowohl in dieser Ortschaft als auch in El Chaltén wird Unterkunft in Pensionen, Gasthäusern und Hütten geboten. Die Campingzonen liegen um den See Viedma, dicht bei El Chaltén und in der Region des Sees Argentino.
Die Bootsausflüge auf dem See Argentino starten in Punta Bandera. Sie zeigen u.a. die Bahía Onelli und den Gletscher Upsala. Die wichtigsten Orte sind die Wege und Balkons über dem Gletscher Perito Moreno: Eine Wanderung über eine seiner Seitenwände.
Der See Lago Onelli, voller abgebrochener Eisblöcke der drei Gletscher, ist zu erreichen über einen Weg von 800 Metern Länge, der abgeht von der Anlegestelle der Katamarane.
Landausflug zum See Roca: Beginnt am frühen Morgen, wobei man viel Adler, Caranchos und Kondoren beobachten kann. Trekking durch den Park und Asuflug zum See Lago del Desierto (außerhalb des Parks) von El Chaltén aus.
Eine weitere Attraktion ist das Sportangeln von eingeführten Fischarten in den Seen: Roca, Viedma, Argentino und im Fluss Las Vueltas.
Weitere Möglichkeiten, die Region zu besichtigen, sind die folgenden:
Der Gletscher Moreno: Über den Autoweg Brazo Rico. Auf dem Weg legen Aussichtspunkte und Brücken, die eine wunderbare Sicht auf den Gletscher bieten.
Weg zum Basiscamp am Río Blanco: Beginnt an der Zone der Parkwächter vom See Viedma. Überquert den Fluss Fitz Roy und führt durch Lenga-Wälder. Vom Basiscamp am Berg Cerro Chaltén kommt man zur Laguna de Los Tres. Vier Stunden Weg.
Der Berg (Fitz Roy) wird jedes Jahr von Bergsteigern aus aller Welt für Expeditionen auf hohem professionellem Niveau gewählt.
Weg zur Lagune und zum Basiscamp am Cerro Torre: teil der Parkschützerregion des Sees Viedma. Man läuft auf einem Weg, der am Fluss Fitz Roy entlang geht bis zur Lagune Torre. Auf dem Weg durchquert man einen Lenga-Wald. Die Distanz beträgt ca. 15 km, wofür man 6 Stunden hin und zurück benötigt
Weitere Aktivitäten in der Region (von El Calafate ausgehend):
Die Estancia Alice (el Galpón) bietet Darbietungen des Schafeintriebs und der Schafschur und organisiert weiterhin Ausritte zum Gletscher Perito Moreno (21 km).
Geführte Ausflüge zu dem Höhlenmalereien von Punta Gualichu, vor dem See Argentino (10 km). Man kann mit dem Auto oder mit organisierten Ausritten von El Calafate aus anreisen.
Landferien auf den Estancias Alta Vista (33 km), Nibepo Aike (60 km) und Helsingfors (150 km, am See Viedma).
Forellenfischen (trucha marrón de mar und steelhead) auf der Estancia Güer Aike (Truchaike). In 270 km Entfernung, in der Nähe des Flusses Gallegos.
Von El Chaltén nach Tres Lagos, von dort aus zum See San Martín, über dem Fluss Chalía: Von dort aus kann man die Höhlenmalereien der Höhle La Cueva de las Manos erkennen.
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