TREKKING IN EL CHALTEN
Dank der beeindruckenden Vielfalt an Ausflugsmöglichkeiten und Aktivitäten, wurde das aufstrebende Dorf El Chaltén in der Provinz Santa Cruz zur argentinischen Trekkinghauptstadt erklärt.
Die Angebote für Trekkingtouren sind vielfältig, obwohl die Wanderwege meist um die zwei höchsten Berge der Region herum angelegt sind: Fitz Roy und Torre.
Vor Beginn der Tour wählen sie einen Weg, der sich Ihrer Kondition anpasst, informieren Sie den Parkwächter von Ihrer Route, führen Sie stets Ihre Trekking/Bergsteiger-Registrierung mit sich und weichen sich niemals vom vorgeschriebenen Weg ab, auch nicht, um eine Abkürzung zu machen.
Für Trekkingtouren (in der kurzen Version) ist die Laguna Capri ein gutes Ziel. Sie bietet verlockende Orte für das Campen dicht am Wasser und einen einmaligen Blick auf den gesamten Berg Fitz Roy. Eine andere alternative ist der Weg nach Chorrillo del Salto, einem Wasserfall von etwas mehr als 15 Metern Höhe, die sich auf dem letzten Stück des Flusses Río de las Vueltas befindet.
Sollten sie eine längeren Ausflug wünschen, so können Sie jeden der zwei iWege nehmen, die sich v-förmig von El Chaltén entfernen: Zum Fuß des Bergs Fitz Roy und der Laguna Torre.
Auf dem Weg nach Fitz Roy, beginnt die Route beim Campingplatz Madsen. Von dort aus geht man hinab ins Tal von Chorrillo del Salto, einer, vom Wind erodierten Felsplattform. Man benötigt drei weitere Wanderstunden, um bis zum Fluss Río Blanco zu gelangen und endlich den Fuß des Berges Fitz Roy zu betreten.
Möchte der Besucher noch zwei weitere Stunden anhängen, so kann er bis zur Laguna de Los Tres -am Fuße des Berges- laufen, wo ein Felsvorsprung eine privilegierte Sicht auf die Laguna Sucia und den Gletscher, der einige 300 Meter weiter unten entspringt, bietet.
Die Trekkingtour zur Laguna Torre startet vom Campingplatz Río Blanco und dauert ca. vier Stunden auf einem Kurzweg in Richtung Süden. Nachdem man einen Waldweg mit Lenga-Bäumen entlanggegangen ist, kommt man zur Lagune, in der Eisblöcke des Gletschers schwimmen. Von dort aus hat man eine packende Sicht auf die Berge Torre, Mocho und die Spitzen Egger und Standhardt.
Die verschiedenen Ausflüge bieten die Möglichkeit, die ganze Schönheit der Flora und Fauna der Region zu erleben: Lagunen, Wasserfälle, Flüsse mit den Schmelzwassern der Gletscher und natürlich, die Berge selbst. Die Diversität der Landschaften mit ihren Wäldern voller lenga- und ñire-Bäumen wird gekrönt durch die typischen Tiere der Region: Hasen, Rotfüchse, Pumas und Adler.
Der Aufenthalt in den Estancias der Einheimischen ist eine gute Möglichkeit, die Gepflogenheiten und Traditionen des Dorfes hautnah kennen zu lernen. Die angebotenen Hauptaktivitäten der Region sind Ausritte, Mountain Bike-Touren, Vogelbeobachtung und Ausflüge in Vierradmotorrädern, u.a.
Für die Liebhaber des Alpinismus und des Trekkings ist El Chaltén ein Muss: Sowohl der Wasserfall Chorrillo del Salto als auch die Berge Fitz Roy und Torre bieten Wege für Wanderungen und Bergbesteigungen. Es gibt auch leichtere Ausflüge, die ebenfalls wunderschön sind, wie zu den Seen Lago del Desierto, Lago Viedma und Lago San Martín.
CERRO FITZ ROY
In der Region von El Chaltén befinden sich die Berge Fitz Round y Torre, zwei der schwierigsten Berge für die Besteigung auf der Welt. Beide liegen an der Grenze zu Chile.
Der Fitz Roy ist die Hauptspitze einer Bergkette in Form eines Halbmondes mit der Öffnung nach Osten, mit einer Hauptachse in Nord-Süd-Ausrichtung. Das Massiv ist im Süden vom Tal des Flusses Fitz Roy und im Norden vom Tal des Flusses Eléctrico begrenzt, letzterer verdankt seinen Namen der Stärke der Winde.
Im Südwesten erstreckt sich der Gletscher Torre, der das gesamte Massiv im Süden umrundet und in die Lagune Torre abfließt. Im Osten begrenzen zwei weitere Gletscher die Berge, im Nordosten der Gletscher Piedras Blancas und im Südosten der Gletscher de Los Tres.
In der Nähe der Gletscher liegen ebenfalls die Gipfel der Berge Torre Egger, Cerro Solo, Poincenot, Guillaumet, La Innominada und andere zur Freude der Betrachter.
Der Berg Fitz Roy wurde zum ersten Mal am 2. Februar 1952 durch die Franzosen Lionel Terray und Guido Magnone bestiegen, der Berg Torre im Jahre 1959 durch Cesare Maestri und Tony Egger. Die ideale Jahreszeit zur Besteigung der Berge liegt zwischen Mitte Februar bis Ende März.
Sollte der Besucher von daher Interesse am Andinismus (Bergsteigen in den Anden) zeigen, so wird er Beschreibungen auf den verschiedenen Routen finden, die von den Expeditionen erzählen, welche die Gipfel dieser Berge einst erklommen haben. So hat zum Beispiel die Expedition der Franzosen eine eigene Geschichte, denn sie wurde vom Alpinen Club Frankreichs organisiert, also nicht etwa von Alpinisten, die an Eisklettern gewöhnt waren, sondern von Alpinisten, ¨bleausards¨ genannt, die an den kleineren Felsen in der Umgebung von Paris trainierten.
In diesen Bergen und Wälder kann man auf einzigartige, nur auf diesem Flecken Erde zu findende Tiere stoßen. Vom schüchternen Pudú, dem kleinsten Hirsch der Welt, der im dichten Röhricht haust, bis hin zum Huemul, dem Gabelhirsch, der zwischen den Bäumen vorbeistolziert.
Man kann auch typische und seltene Vögel beobachten und bestaunen. Angefangen mit dem majestätischen Kondor, dem größten Vogel der Erde bis zu den südlichsten Tauben und Kolibris der Welt.
LAGO DEL DESIERTO
Lago del Desierto ist ein Paradies mit hundertjährigen Wäldern, Gletschern und Bächen, die ihrem Namen wiedersprechen. Hier kann man das Sportangeln praktizieren, Campen oder Trekkingtouren neben anderen Aktivitäten unternehmen. Hinter den wuchtigen Granitwänden liegt das berühmte Feld des südpatagonischen Eises (Campo de Hielo Patagónico Sur), der wichtigsten kontinentalen Eismasse unseres Planeten nach der Antarktis. Von dieser ewigen Eisdecke stammen die Gletscher (Perito Moreno ist einer davon), dessen Schmelzwasserr in die großen Seen der Region abfließt.
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