BARILOCHE
DER GRENZÜBERGANG ZU CHILE
ÜBER DEN PASS CARDENAL A. SAMORE
Wenn der Reisende die Grenze nach Chile überqueren will, braucht er sich nur einer geführten Tour anschliessen. Während dieser Tour bietet sich die Gelegenheit den faszinierenden Nationalpark Nahuel Huapi in Argentinien, und den Nationalpark Puyehue in Chile zu durchqueren. Als ob das noch wenig wäre, fährt man auch noch drei wunderschöne Seen entlang: den Nahuel Huapi, den See Espejo und den See Puyehue.
Man startet bei Villa La Angostura und fährt am Arm Ultima Esperanza des Sees Nahuel Huapi entlang. Bei Kilometer 11 (nationale Route Nr. 231) zweigt man nach links ab bis man zu einem natürlichen Balkon über den See Espejo kommt. An diesem Ort befindet sich eine kleine Bucht mit Strand, Hotel und Wassersportmöglichkeiten.
Wenn man den Berg entlangfährt, kommt man bei Kilometer 24 in ein fast ebenes Tal und zwei Kilometer weiter befindet sich die Grenzstation Puyehue. Nach den Zollformalitäten fährt man eine Route entlang, wobei man nach dem Kilometer 31 die Flüsse Río Blanco und Pereyra kreuzt. Die Fahrt geht durch einen Wald mit Lengas.
Beim Kilometer 43 erreicht man den Pass Cardenal A. Samoré, ein fast ebenes Tor aus vulkanischem Sandgestein, auf einer Höhe von 1314 Meter. Die Grenze ist gekennzeichnet durch eine kleine Jungfrau, die Virgen de la Paz.
Wenn man die Strecke in Richtung Chile weiterfährt, fährt man durch einen Wald von Lengas abwärts. Einige Kilometer weiter vorne befindet sich der Zollkomplex Los Pajaritos, mitten in einheimischen Urwald. Hier gibt es auch Cafes und anderes Service. Ein Stück weiter befinden sich die Thermalbäder von Puyehue mit einem Hotel und noch drei Kilometer weiter ist das Hotel Ñique, sehr nahe am See Puyehue gelegen.
Um nach Osorno zu gelangen, ein wichtiges chilenisches Zentrum für Tourismus, fährt man den See ungefähr 23 Kilometer entlang und 47 Kilometer durch ein ebenes Tal.
ÜBER DIE SEEN
Der Ausflug beginnt in Puerto Pañuelo, von wo man mit einem Boot auf dem See Nahuel Huapi bis nach Brazo Blest fährt, dort fährt man den Arm entlang bis nach Puerto Blest. Hier wird, wenn man es wünscht, zu Mittag gegessen. Nun wird die Fahrt über eine kurze Strecke mit dem Bus bis nach Puerto Alegre fortgesetzt. Von dort aus geht es wieder mit einem Katamaran weiter und man fährt nun auf den Gewässern des Sees Frías. Nach ungefähr 20 Minuten Fahrt erreicht man Puerto Frías.
Dort werden alle Zollformalitäten erledigt und man setzt die Fahrt mit einem Bus fort. Auf einer Höhe von 976 Meter, umrahmt von üppiger Vegetation, erreicht man ungefähr gegen 17 Uhr Peulla. Nach der Erledigung aller Grenzformalitäten auf der chilenischen Seite fährt man nun zum Hotel Peulla.
Dieses Hotel, mit deutscher Architektur und aus regionalen Hölzern gebaut, ist mit einer kompletten Infrastruktur ausgestattet. Nachdem man sich im Hotel angemeldet hat, hat man Zeit, durch diese wunderschöne Gegend zu spazieren, bis zum Wasserfall Velo de la Novia, "Brautschleier" genannt, zu wandern und diese Landschaft zu geniessen und ein Zwiegespräch mit der magischen Natur zu führen.
Am zweiten Tag, nach dem Frühstück, fährt man mit dem Bus nach Puerto Peulla, um von dort aus erneut mit dem Boot zu fahren. Diesesmal wird auf dem See Todos los Santos, auch Esmeralda genannt, zwei Stunden lang bis nach Petrohué gefahren.
Pertohué ist eine kleine Ortschaft, die in den Hängen des Vulkans Osorno am See liegt. Dort wird mittag gegessen und anschliessend werden die berühmten Wasserfälle von Petrohué besichtigt. An diesem Platz gibt es auch ein Museum, das der Topographie der Vulkane gewidmet ist.
Von dort aus setzt man die Fahrt im Bus fort, den grössten Teil fährt man entlang des Sees Llanquihue, einer der grössten Südamerikas. Schliesslich erreicht man die Stadt der Rosen (Puerto Varas). Nach 17 Kilometer Fahrt entlang der Panamericana erreicht man die Stadt Puerto Montt. Die Rückkehr nach San Carlos de Bariloche kann man entweder im normalen Bus machen oder man nimmt einen Flug.
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