Diese Besucher waren Aarón Anchorena, Esteban Lavallol und Carlos Lamarca. Sie schrieben ihre Meinung in einem Reisebuch nieder und kennzeichneten somit den Beginn des Interesses bedeutender Familien des Landes für diese Zone.
Jahre später, 1913, kam von Chile der ehemalige President der Vereinigten Staaten Amerikas, Teodor Roosvelt, nach San Carlos de Bariloche; 1916 machte dasselbe die Reisende und Abenteuerin Ada M. Elflein, die im Auftrag der Tageszeitung "La Prensa" die Seen besichtigte und anschliessend ein Buch mit ihren Eindrücken veröffentlichte. 1930 besuchte der Prinz von Gales diese Region.
Im Jahre 1913 öffnete das Unternehmen Andina del Sud, von Ricardo Roth Schutz (1883 - 1947) den touristischen Verkehr nach Chile. Dieser Bürger der Welt brachte 10 Jahre zuvor eine Gruppe Franzosen von Buenos Aires nach San Carlos de Bariloche und von dort bis nach Puerto Montt.
Roth Schutz rührte wahrhaftig die Werbetrommel für den Tourismus Zentralpatagoniens in Argentinien. Er brachte Boote für die Überquerungen der Seen Nahuel Huapi, Frías und Todos los Santos; ebenso konstruierte er Hotels in Puerto Blest und am See Frías en Argentinien und auf de rchilenischen Seite in Peulla und Ensenada.
DIE STADT GRIFFBEREIT
Im "Dorf", wie seine Bewohner heute noch liebevoll sagen, entwickelt sich die touristische Zone der Stadt rund um das Centro Cívico. Die Hauptschlagader des Handels ist die Strasse Mitre, gefolgt von der Strasse Moreno und ebenso die Querstrassen der beiden.
Hier befindet sich eine grosse Anzahl von Schokoladefabriken, Verkaufsplätze von Räucherwaren, Textilien, verschiedene Restaurants, Schnellimbisse, Reisebüros und Veranstaltungslokale.
Dieser Ort, berühmt für seine internationalen Skipisten und seine feinen Schokoladen, besitzt auch eine breite und gut entwickelte Hotelinfrastruktur für die Gemütlichkeit der Besucher, die von den Hotels und Bungalows zu den Casinos und Diskotheken gehen.
Das Centro Cívico
Es ist einer der typischten und repräsentativsten Plätze der Stadt. Es war einer der ersten, die im Land gebaut wurden und ist heute nationales, historisches Monument. Es wurde am 17 März des Jahres 1940 eingeweiht.
Seine Gebäude haben mittelalterlichen Stil und vereinen sich rund um den kleinen und malerischen Platz Expedicionarios del Desierto. Die Konstruktionen wurden gefertigt aus Holz von Zypressen und Lärchen, und aus Tuffstein (eindukelgrauer Stein), der am Berg Carbón - dieser befindet sich im südlichen Sektor des Nationalreservats Nahuel Huapi - abgebaut wird.
Im Zentrum des Platzes befindet sich das Monument von Julio A. Roca. In der Umgebung befinden sich die Gebäude mit dem Bürgeramt, dem Sekretariat für Tourismus, der lokalen Polizei, dem Museum Patagoniens und der Bibliothek Sarmiento; weiters befinden sich hier die ehemalige Post (heute Austellungsräume) und das ehemalige Zollamt.
Auf dem Turm, der sich auf dem Gebäude des Bürgeramts befindet, gibt es eine riesige Uhr, auf der bei der Zwölf und der Sechs vier repräsentative Figuren der Zone erscheinen: der Indianer, der Missionar, der Eroberer und der Bauer.
Strasse Mitre
Sie beginnt bei einer der Arkaden des Centro Cívico. Es ist die Hauptschlagader des Handels in der Stadt und somit ist es für jeden Touristen Pflicht auch hier zu spazieren. Hier sind viele interessante Plätze und Vergnügungsorte vereint. Verschiedene Häuser mit regionalen Produkten und zahlreiche Handelsgeschäfte wechseln sich in dieser wichtigen Strasse ab.
Puerto San Carlos
Um den alten Hafen wieder herzustellen, der im Jahre 1960 durch das Erdbeben von Valdivia in Chile zerstört wurde, begann man 1989 mit eine Rekonstruktion in derselben Zone. Es ist ein Hafen, von dem aus man Ausflüge am See unternehmen kann. Er verfügt auch über einen Innenhof mit Essen und Spiele für Kinder.
Kirche Catedral
Nuestra Señora del Nahuel Huapi wurde zum nationalen historischen Monument erklärt. Seine Konstruktion begann 1946 und wurde nie fertig gestellt. Von der Küste kann man die Fassade sehen, mit seinem Haupteingang, welcher der einzige war, der beendet wurde und heute als Kapelle dient. Es ist ein schönes neugotisches Gebäude, welches vom Architekten Alejandro Bustillo entworfen wurde. Es ist eine interessante künstlerische Arbeit aus Stein. In seinem Inneren befinden sich mehr als 45 Kirchenfenster mit religiösen und geschichtlichen Themen, die mit Patagonien verbunden sind. Jährlich findet hier im Dezember das Weinachtsfest des Chors statt, an dem der Kinderchor und der Sängerverein der Jugend von Bariloche, begleitet von anderen Chören und lokalen Musikern, teilnehmen.
Club Andino Bariloche
Dieser angesehene und einflussreiche Bergverein wurde 1935 von einer Gruppe Pioniere gegründet. Unter den Gründern befanden sich Doktor Juan Neumeyer, Ingenieur Emilio Frey und Herr Otto Meilling. Daher spiegeln sich hier alpine Modele wieder. Es ist ein städtischer Markstein und eine Empfehlung in San Carlos de Bariloche.
Kapelle La Inmaculada
Sie wurde 1905 aus Holz konstruiert und ist eines der ältesten erhaltenen Gebäude der Stadt. Sie befindet sich in der Strasse Mareno und wurde von Primo Capraro auf Initiative des Vaters Zacarías Genghini hin entworfen. Sie befindet sich in wunderschöner Umgebung, wo sich ein Aussichtsturm befindet mit Blick auf das Zentrum und die Kirche Catedral. Im Jahre 1973 wurde sie mit Hilfe von Schienen zu ihrer heutigen Lage versetzt. Ihr Äusseres besteht aus Ziegeln und innen ist sie mit Platten ausgestattet.
Paleontologisches Museum
Hier werden interessante Stücke aus Materialien verschiedener geologischer Perioden ausgestellt; weiters sieht man riesige Spinnentiere und andere Kuriositäten.
Das Museum Patagoniens "Francisco P. Moreno"
Es wurde 1940 von den Nationalparks eingeweiht und nimmt den Ostflügel des Centro Cívico ein. Es trägt den Namen jenes Forscher, der die Anden und Flüsse Patagoniens bereiste und erforschte, und der Ländereien gestift hatte, um den ersten Nationalpark Argentiniens zu gründen. Es besitzt mehrere Räume für Naturwissenschaften, Ethnographie, Frühgeschichte, regionale und lokale Geschichte. Das Museum verfügt auch über eine Bibliothek und ein Geschäft mit Büchern und Publikationen.
DIE STADT UND IHRE AUSSICHTSPLÄTZE
San Carlos de Bariloche bietet dem Besucher die Möglichkeit die Stadt von vier strategischen Punkten aus zu betrachten und zu beobachten.
Erster Aussichtsplatz
Man gelangt zu ihm, indem man die Schienen der Eisenbahn überquert. Nachdem man die Schule der Unteroffiziere der Polizei passiert hat, biegt man nach rechts in die Strasse Cabo Campos ein. Nun geht man noch ca. 200 Meter aufwärts und schon befindet man sich beim Aussichtsplatz. Er verfügt über zwei Beobachtungspunkte.
Vom Ersten kann man die Stadt von ihrem Ostende betrachten, wo sich das ehemalige Schlachthaus der Stadt, das staatliche Gaswerk und der Fluss Ñireco befinden. Im Hintergrund kann man auch die Profile der Berge Runge und Otto wahrnehmen und Rückwärts die Berge Catedral, López und Capilla.
Der zweite Beobachtungspunkt fndet man, wenn man die Strasse Campos entlang geht und dann nach links abbiegt bis zur Strasse Guido Spano. Man gelangt in das Viertel Covigas und biegt hier wieder nach links ab. Von hier aus kann man den Bahnhof General Roca betrachten.
Zweiter Aussichtsplatz
In der Strasse Luelmo, nachdem man die Instalationen des Clubs Nahuel Huapi passiert hat, zweigt man in Richtung See ab. Wenn man nun gegenüber der Schule Nr. 10 ist, geht man um den Platz herum und gelangt zum Aussichtplatz.
Er bietet einen kompletten Ausblick auf den Küstensektor der Stadt. Man kann auch die Gebäude des Jagdclubs und des Fischerclubs, das Haus des städtischen Sportvereins, den Hafen von San Carlos und die Katedrale erkennen. Im Hintergrund sieht man den Weg nach Llao Llao, zur Insel Huemul, zur Halbinsel San Pedro und die Berge López und Capilla.
Dritter Aussichtsplatz
Wenn man von Onelli bis zur Strasse 2 de Agosto geht, muss man nach links abbiegen, um zu diesen Punkt zu gelangen. Der Weg ist geschlängelt und ist es wert gegangen zu werden. Hier hat man einen Panoramablick von der ganzen Stadt.
Vierter Aussichtsplatz
Um zu diesen Platz zu kommen, muss man zur Strasse Onelli zurückkehren und beim Viertel La Cumbre abzweigen. Wenn man zur Kreuzung mit der Diagonale Gutiérrez gelangt, muss man nach links über Lanín hoch gehen und dann der Strasse Muérdagos folgen.
Dies ist das östlichste Ende der Stadt, auf der Seite, wo der andine Wald Patagoniens beginnt. Von hier aus kann man die Räumlichkeiten des regionalen Universitätszentrums von Bariloche, das Viertel Parques Nacionales und auch das Viertel Botanischer Garten sehen.